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DEGERSHEIM: Wo sich Freunde fürs Leben finden

Die Jungwacht Degersheim feierte am Wochenende das 75-Jahr-Jubiläum. Dafür engagierten sich viele ehemalige Jungwächter und stiessen mit ihrem Programm auf Interesse bei der Dorfbevölkerung.
Zita Meienhofer
Andreas Cozzio, ehemaliger Jungwächter, zeigt am Posten «Natur erleben», wie mit Hölzer Feuer entwacht wird. (Bild: Zita Meienhofer)

Andreas Cozzio, ehemaliger Jungwächter, zeigt am Posten «Natur erleben», wie mit Hölzer Feuer entwacht wird. (Bild: Zita Meienhofer)

75 Jahre sind vergangen und etwas scheint sich nicht verändert zu haben: die Kollegialität, die Freude an der Natur, am Spiel, an gemeinsamen Unternehmungen. 1943 wurde in Degersheim die Jungwacht gegründet, das Jubiläum am Wochenende gefeiert. OK-Mitglied Adrian Zweifel, ehemaliger Jungwächter sowie Leiter sagte: «Als ich die Buben heute im Wald sah, wie sie dort spielten, mit ihren Leitern lachten, sangen, spielten da kamen Erinnerungen an meine Zeit als Jungwächter sowie Leiter und ich dachte mir, was vor 75 Jahren war, stimmt auch heute noch.»

Kreativität, Solidarität, Gemeinschaftssinn

Etwa 50 Knaben im Schulalter sowie 20 Leiter gehören der Jungwacht Degersheim an. Wöchentliche treffen sie sich in ihren Altersgruppen für Spiel und Spass, um sich mit Karte und Kompass im Gelände zu bewegen, im Wald Feuer zu machen und zu kochen, um Knoten zu lernen und Zelte zu stellen, um kreativ zu sein. Das sind einige der Werte der Jungwachtscharen, Werte, die auch in Degersheim grossgeschrieben werden. Nicht weniger wichtig ist den Jungwächtern die Kreativität, die Solidarität, die Hilfs- bereitschaft sowie der Gemeinschaftssinn. Diese Werte haben die Degersheimer Jungwächter geprägt, haben sie zusammengeschweisst, wie sie erzählen. Auch deshalb wurde vor zehn Jahren der Freundeskreis Jungwacht Degersheim gegründet, dem interessierte, ehemalige Jungwächter angehören. OK-Mitglied Stefan Zweifel erklärte: «Meine besten Kollegen stammen aus der Jungwachtzeit.» Marino Sutter, ebenfalls OK-Mitglied, ergänzt: «Wir helfen uns heute noch. Wenn einer zügelt oder Unterstützung braucht, sind wir zur Stelle».

Jungwacht spürt den Rückhalt im Dorf

14 Mitglieder des Freundeskreises sowie Präses Simon Granwehr bildeten unter der Leitung von Thomas Scherrer das OK zum Jubiläumsfest. Galt es vorerst vereinsintern das «Vermächtnis der Gründerväter» zu finden – eine Schatztruhe in der Steine lagen, die die sieben Werte der Jungwacht symbolisierten – waren am Nachmittag alle Interessierten geladen, an sieben Posten diese Werte zu erleben. Auf die ehemaligen Jungwächter konnten die Organisatoren da durchaus zählen. So zeigte der nun ausgebildete Outdoor-Guide Andreas Cozzio, wie mit Reiben von Hölzern Feuer entsteht. Ein weiterer Ehemaliger digitalisierte rund 3000 Bildern und liess die Anwesenden am Jubiläumsakt am Abend in einer interaktiven Reise die vergangenen 75 Jahre erleben. Einen Beitrag lieferte auch Rico Roth, heute Musiklehrer. Er schrieb den Jubiläums-Song und nahm gleich auch eine Band für die entsprechende Umrahmung mit.

Die Aktiven und Ehemaligen sowie die Mädchen des Blaurings waren am Fest dabei und vor allem auch Degersheims Bevölkerung, das zeigte sich hauptsächlich an der Feier am Abend. Stefan Zweifel freut sich über den Rückhalt, den die Jungwacht im Dorf spüre. Die Leute wissen, dass die Jungwacht für die Kinder eine gute Sache sei, sagte Renaldo Vanzo, der ebenfalls im OK mitwirkte.

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