Degersheim will sich mit dem «Leitfaden 2030» überregional als Marke positionieren

Der Degersheimer Gemeinderat hat die «Zukunftsperspektiven 2014» überarbeitet und den Leitfaden «Degersheim 2030» geschaffen.

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Degersheim soll zur Marke werden. Dabei kommt dem nachhaltigen Umgang mit Freiflächen grosse Bedeutung zu.

Degersheim soll zur Marke werden. Dabei kommt dem nachhaltigen Umgang mit Freiflächen grosse Bedeutung zu.

Bild: Andrea Häusler

(ahi/gk) «Unser Degersheim ist ein landschaftlich reizvoll gelegenes Dorf mit hoher Lebensqualität, guten Infrastrukturen und kulturellen Einrichtungen. Es ist ein lebendiges Dorf mit vielfältigen Arbeitsplätzen, das gut an den öffentlichen Verkehr angeschlossen ist. In unserem gepflegten Lebensraum fühlt sich die Bevölkerung sicher und wohl und beteiligt sich aktiv am gesellschaftlichen Alltag.» Diese Sätze hat der Gemeinderat als oberste Leitgedanken definiert.

Das Strategiepapier ist in neun Teilbereiche gegliedert, für die mindestens ein Ziel und verschiedene Massnahmen definiert wurden. «Im Rahmen der Legislaturplanung setzen wir die Prioritäten dieser Massnahmen und konkretisieren diese», sagt Gemeindepräsidentin Monika Scherrer. «Dies wird eine der ersten Arbeiten des Gemeinderates im Jahr 2021 sein.»

Ziele früher als geplant erreicht

Bei der Erarbeitung von «Degersheim 2030» zeigte sich, dass im Vergleich zur Vorgängerversion «Degersheim 2020» bereits viel erreicht worden ist und bei mehreren Vorhaben eine Basis besteht, auf der aufgebaut werden kann. Ein positives Beispiel sind der Ausstieg aus dem Finanzausgleich und damit einhergehend die erste Steuerfusssenkung. Diese Zielvorgaben konnten bereits zwei Jahre früher als geplant erreicht werden. Aber auch mit dem Abschluss der Sanierung des Oberstufenschulhauses konnte inzwischen ein als dringlich formulierter Schwerpunkt ab- gehakt werden.

Steuerfuss soll weiter sinken

Auf dem Erreichten ausruhen will sich der Gemeinderat jedoch nicht. Eine kontinuierliche Steuersenkung und Entschuldung ist dem Gemeinderat ebenso wichtig, wie eine schlanke und dienstleistungsorientierte Verwaltung oder die Beibehaltung der kulturellen Veranstaltungen. Um Letzteres zu gewährleisten, sollen die Vereine ideell wie materiell unterstützt werden und die Infrastruktur günstig nutzen können.

Auch bei der Schule, den Angeboten der familienergänzenden Kinderbetreuung, der Krankenpflege oder bei den Bemühungen für den Erhalt der Arbeitsplätze möchte der Gemeinderat auf dem Bestehenden aufbauen. Besondere Anliegen sind ihm dabei die Belebung der Hauptstrasse, die Schaffung von Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung der Industrie und des Gewerbes, aber auch die Lebensqualität und schliesslich die weitere Förderung der Biodiversität.

Degersheim soll ausserdem als Marke bekannt gemacht werden: mit seiner Lebensqualität (Grünstadt), der Infrastruktur (Skilift, Loipen, Freizeitanlagen, Wanderwege), überregional ausstrahlenden Veranstaltungen sowie innovativen Gewerbe- und Freizeitideen.

Sich Gehör verschaffen

Oftmals sind die Gemeinden von Entscheiden Dritter abhängig. So zum Beispiel bei der Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Viele Ziele sind deshalb darauf ausgerichtet, sich bei übergeordneten Stellen einzusetzen. «Gerade im Hinblick auf die Anbindung an den öffentlichen Verkehr oder die Verbesserung von Verkehrssituationen ist es wichtig, dass man sich beim Kanton immer wieder Gehör verschafft», weiss Monika Scherrer aus Erfahrung.