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Degersheim und die Textilindustrie

DEGERSHEIM. Marianne Gächter ist ehemalige Kuratorin des Textilmuseums St. Gallen und lebt in einem Weberhöckli. Am Degersheimer Seniorennachmittag zeigte sie auf, wie stark das Dorf von der Stickerei geprägt ist.
Grosses Interesse an den Textilmustern. (Bild: pd)

Grosses Interesse an den Textilmustern. (Bild: pd)

DEGERSHEIM. Marianne Gächter ist ehemalige Kuratorin des Textilmuseums St. Gallen und lebt in einem Weberhöckli. Am Degersheimer Seniorennachmittag zeigte sie auf, wie stark das Dorf von der Stickerei geprägt ist.

Der Degersheimer Weber Johann Jakob Brunner schrieb Tagebuch. Er hat die 1. industrielle Revolution hautnah erlebt. Seine Familie wurde bedrängt von politischen Umbrüchen, von Hungersnot (1816) und vom Dorfbrand (1818). Dennoch hat gerade die Textilindustrie zum Aufschwung Degersheims geführt. Geschickte Industrielle wie Giger, Grauer, Kuhn und Hufenuss beschafften Stickmaschinen. Kuhn und Grauer beschäftigten zeitweise 900 Arbeiter und Arbeiterinnen in ihrem Betrieb oder als Lohnsticker im Dorf.

Marianne Gächter zeigte in ihrem Vortrag und mit vielen Textilmustern des Ortsmuseums Flawil, was nötig war, um so erfolgreich zu sein, wie die Herren Grauer und Kuhn. Degersheim verdankt ihnen die BT, Wasserversorgung und verschiedene öffentliche Bauten. Degersheim war stark abhängig von der Textilindustrie, und so erstaunt es nicht, dass nach deren Zusammenbruch Arbeitslosigkeit und Not herrschten. Von den einst über 400 Stickmaschinen ist auch die letzte, jene von Albert Hauser, verschwunden. (pd)

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