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DEGERSHEIM: Der Alternativmedizin nicht abgeneigt

Im Ärztezentrum ist die Ära nach Thomas Mayer angebrochen. Brigitte Graf, Ariana Crottogini und Helmut Wehr führen die Praxis gemeinsam. Ihre ersten Erfahrungen sind positiv, die Ambitionen hoch.
Andrea Häusler
Zu dritt im Einsatz für die Gesundheit der lokalen und regionalen Bevölkerung: Brigitte Graf und Ariana Crottogini (hinten von links) sowie Helmut Wehr. (Bild: Andrea Häusler)

Zu dritt im Einsatz für die Gesundheit der lokalen und regionalen Bevölkerung: Brigitte Graf und Ariana Crottogini (hinten von links) sowie Helmut Wehr. (Bild: Andrea Häusler)

«Die Zukunft ist aufgegleist», sagt Brigitte Graf, ausgebildete Hausärztin und Mitglied des dreiköpfigen Ärzteteams im Degersheimer Ärztezentrum. Sie ist, wie ihre Kollegin Ariana Crottogini, Familienfrau und arbeitet mit einem 50-Prozent-Pensum in der Gemeinschaftspraxis im Obergeschoss des Raiffeisengebäudes an der Hauptstrasse. «Gegenwärtig befinden wir uns in der Konsolidierungsphase», ergänzt sie. Obwohl bereits Pläne für eine Erweiterung des Angebots bestehen, wie Helmut Wehr, der bis im Sommer 2017 das Zuzwiler Ärztezentrum geleitet hatte und nun mit einem 100-Prozent-Pensum in Degersheim angestellt ist, später ankündigt.

Ärztezentrum macht keine Ferien mehr

Die Gemeinschaftspraxis wurde 2014 auf Initiative des langjährigen Hausarztes Thomas Mayer eröffnet mit dem Ziel, die medizinische Grundversorgung in der Gemeinde langfristig sicherzustellen. Nach dessen Rückzug aus dem Erwerbsleben im Sommer 2017 wurde das Ärztezentrum den neuen Gegebenheiten angepasst. Die drei Hausärzte Brigitte Graf, Ariana Crottogini und Helmut Wehr sind zu gleichen Teilen an der Ärztezentrum Degersheim AG beteiligt. Während Thomas Mayer weiterhin einen kleineren Teil der Aktien hält. Das zuvor mitbeteiligte Ärztenetzwerk säntiMed ist finanziell nicht mehr beteiligt.

Neu ist, dass das Ärztezen­trum ganzjährig offen hat. «Wir beziehen unsere Ferien gestaffelt», sagt Ariana Crottogini, Fachärztin Allgemeine und Innere Medizin. Auch ist die Praxis durchschnittlich dreimal monatlich am Samstag geöffnet. Und, das medizinische Angebot wurde erweitert. Insbesondere ist ein Ultraschallgerät dazugekommen, welches die diagnostischen Möglichkeiten vergrössert. Weitgehend identisch geblieben ist hingegen das Team der Medizinischen Praxisassistentinnen. Zwei Personen seien neu dazugekommen, sagt Brigitte Graf.

«Konsolidierung heisst, dass die nun definierte Strategie fortgesetzt und für Kontinuität gesorgt wird. Auch oder im Besonderen, was die personelle Zusammensetzung des Ärzteteams anbelangt. Vielen Patienten sei nicht nur die Qualität der medizinischen Versorgung wichtig, sondern auch die Beziehung zu «ihrem» Arzt, sind sich die drei Hausärzte einig. Entsprechend werde darauf geachtet, dass die Patientinnen und Patienten nach Möglichkeit durchwegs von «ihrer» Ärztin, bzw. «ihrem» Arzt behandelt werden.

Alternativmedizin und Ausbildungsstelle

Wenngleich Helmut Wehr betont, nicht vorschnell allzu viel anbieten zu wollen und kurzfristig ohnehin mit der Umsetzung aller gesetzlichen Vorgaben gefordert zu sein, bestehen bereits Visionen, die über die Konsolidierungsphase hinausgehen. Das medizinische Angebot soll mittelfristig weiter ausgebaut werden. Potenzial sieht das Ärztetrio vor allem im Bereich der alternativen Medizin. Die Nachfrage sei vorhanden, die nötigen Qualifikationen im Team ebenfalls, sagt Brigitte Graf, die über Ausbildungen in den Bereichen Craniosacraltherapie und Somatic Experiencing (Traumatherapie) verfügt. Während Ariana Crottogini die Befähigung für Akupunkturbehandlungen hat.

Allerdings korrespondiert das vorhandene Fachwissen nicht mit dem derzeit vorhandenen Raumangebot. «Mit lediglich zwei Sprechzimmern stossen wir natürlich rasch an Grenzen», sagt Helmut Wehr, der sich grundsätzlich noch weitergehend engagieren möchte. Beispielsweise in der Ausbildung von angehenden Ärztinnen und Ärzten. «Wenn die Universität St. Gallen, ab dem Herbstsemester 2020 die Masterausbildung in Humanmedizin anbietet, könnte ich mir das Ärztezentrum Degersheim durchaus als Partnerpraxis vorstellen», sagt er.

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