DEGERSHEIM: Am Anfang stand der Kampf im Zelt

Die im Neckertal lebende Autorin Bianca M. Riescher entführt ihre Leser in fantastische Welten. Am 8. Dezember liest sie in Degersheim aus ihrem Roman «Mitternachtsrot».

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Bianca M. Riescher erschafft auf ihrem Laptop Heldinnen, die das Schwert selbst in die Hand nehmen. (Bild: PD)

Bianca M. Riescher erschafft auf ihrem Laptop Heldinnen, die das Schwert selbst in die Hand nehmen. (Bild: PD)

Mehr starke Frauen in aben- teuerlichen Fantasy-Geschichten und nicht schon wieder eine ­hilflose Prinzessin, die vom strahlenden Helden gerettet wird, wünschte sich die im Allgäu ­aufgewachsene Autorin Bianca M. Riescher. Deshalb setzte sie sich vor sechs Jahren an die ­Tastatur ihres Laptops und schuf eine Heldin, die das Schwert selbst in die Hand nimmt. Als Ergebnis ihres schreibenden Selbstversuchs erschien vor zwei Jahren ihr Débutroman «Mitternachtsrot» im Wiener Verlag Ohneohren und landete gleich unter den besten drei auf der Shortlist für den Fantasy-Literaturpreis ­Seraph in der Kategorie «Bestes Début».

Vom Schreibvirus infiziert, schickte Bianca M. Riescher ihre Heldin, die Kriegerin Lisaan, dieses Jahr in ein weiteres Roman-Abenteuer. In der zweiten Erzählung aus Dschanor, «Yenayas Smaragd», gibt es wieder jede Menge spannende Schwertkämpfe und die eine oder andere romantische Begegnung. Daneben erscheinen immer wieder Kurz- und Kürzestgeschichten der Autorin in verschiedenen Anthologien. Momentan sitzt sie aber an ihrem dritten Romanmanuskript, einem spannenden Fantasy-Wüsten-Abenteuer.

Eine Schwertkampfszene im Inneren eines Zeltes

Schon während ihres Geografiestudiums in Würzburg hat Bianca M. Riescher mit dem Schreiben angefangen. Am liebsten ganz früh morgens mit einer Tasse Kaffee in der Hand entstanden kürzere Szenen, die eigentlich nie dafür gedacht waren, einmal veröffentlicht zu werden. So lag auch die Keimzelle zu ihrem Débutroman «Mitternachtsrot» in einer einzelnen Schwertkampfszene, in der sie ihre Hauptfiguren unbedingt im Inneren eines Zeltes kämpfen lassen wollte. Von da an entwickelte die Geschichte ihre eigene Dynamik, in der sie die Vorgeschichte, wie es zu dem Kampf kam, erzählen musste. Als die Vorgeschichte dann erst einmal niedergeschrieben war, ergab sich der Rest des Romans von ganz allein, vor allem durch den Spass und die Neugierde, die eigenen Hauptfiguren auf ihrer Reise zu begleiten. Der letzte Schritt, die Suche nach einem geeigneten Verlag für ihre Geschichten, brauchte dann nur noch ein bisschen Mut, fleissige Manuskriptüberarbeitung und die Unterstützung der Familie. Im Wiener Verlag Ohneohren, der fantastische Literatur abseits des Mainstreams verlegt, fand Bianca M. Riescher dann die passende Heimat für ihre ersten beiden Romane.

Nomination für den Literaturpreis Seraph

Die Begeisterung, zu fabulieren, neue Welten zu kreieren und zu entdecken, unbekannte Lebensformen zu erschaffen, die unendlichen Möglichkeiten, die die fantastische Literatur bietet, zu erkunden und nicht zuletzt die Hoffnung, diese Freude auch den Lesern zu schenken und sie in neue Welten zu entführen, sind die Belohnung und der Antrieb für die Autorin, immer neue Geschichten niederzuschreiben.

Bianca M. Riescher wurde 1969 im Ruhrgebiet geboren, wuchs im Allgäu auf, studierte dann in Würzburg Geografie und lebt seit 2013 mit ihrer Familie in Dicken. 2015 erschien ihr Débutroman «Mitternachtsrot», der 2016 für den Literaturpreis Seraph nominiert wurde. Ihr zweiter Roman, «Yenayas Smaragd», erschien 2017. (pd)

Hinweis

Die Neckertaler Fantasy-Autorin liest am Freitag, 8. Dezember, um 19 Uhr im Coiffeursalon MaeXs, Hauptstrasse 77 in Degersheim, aus ihrem Débutroman «Mitternachtsrot». Der Eintritt ist frei. Bianca M. Rieschers Romane sind über den Buchhandel oder direkt beim Verlag in Wien, Ohneohren, erhältlich.