Defizit unerwartet klein

Dank neuer Einwohner und vieler Neubauten fällt der Jahresabschluss besser aus als befürchtet.

Olaf Kühne
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Beat Weibel Gemeindeammann Bichelsee-Balterswil (Bild: Olaf Kühne)

Beat Weibel Gemeindeammann Bichelsee-Balterswil (Bild: Olaf Kühne)

BICHELSEE. «Es ist immer noch ein Defizit», sagt Beat Weibel. Der Gemeindeammann von Bichelsee-Balterswil ist nicht restlos zufrieden mit dem Abschluss der Jahresrechnung. Seine Gemeinde schreibt erstmals rote Zahlen.

250 000 Franken besser

Diese sind aber bei weitem nicht so tiefrot, wie der Gemeinderat erwartete. Budgetiert wurde für das vergangene Jahr ein Aufwandüberschuss von 294 000 Franken. Effektiv schliesst die Jahresrechnung nun mit einem Minus von lediglich 47 000 Franken ab. «Das sind immer noch 1,5 Steuerprozente», gibt Weibel zu bedenken. Ob sich daraus aber eine Steuererhöhung ergebe, könne man frühestens nach dem Sommer sagen, wenn sich der Gemeinderat des neuen Budgets annehme, so der Gemeindeammann weiter.

Zum kleinen Defizit haben wesentlich zwei Faktoren beigetragen. Zum einen sind dies die höher als prognostiziert ausgefallenen Erträge aus der Grundstückgewinnsteuer. «Wir hatten einige Handänderungen bei bestehenden Liegenschaften», erklärt Weibel. «Vor allem aber hatten wir eine rege Bautätigkeit.» Auf diese Einnahmequelle wird die Gemeinde künftig weniger zählen können, da die Zahl der Baugesuche gesunken ist. Die neuen Liegenschaften haben der Gemeinde nebst höheren Steuereinnahmen auch ein Bevölkerungswachstum beschert; der zweite Faktor für das geringere Defizit. 66 Personen mehr als im Vorjahr entsprechen einer Zunahme von 2,4 Prozent.

Kein hypothetisches Budget

Obwohl diese Tendenz absehbar war, wollte der Gemeinderat in seiner Budgetierung nicht darauf setzen. «Im voraus weiss man vielleicht, dass es Neuzuzüger gibt», sagt Weibel. «Aber ob das dann auch alles Steuerzahler sein werden, ist rein hypothetisch. Wir haben deshalb lieber mit bekannten Zahlen und sehr vorsichtig budgetiert.»

Die neuen Einwohner haben Bichelsee-Balterswil nicht nur höhere Steuereinnahmen beschert, sondern auch eine leicht gestiegene Steuerkraft. Die einfache Steuer pro Einwohner beläuft sich neu auf 1605 Franken. Das sind 15 Franken oder knapp ein Prozent mehr als 2012.

Weitere Details zur Rechnung 2013 will Beat Weibel an der Gemeindeversammlung vom 26. Mai bekanntgeben.