Defibrillatoren schnell einsetzen

UZWIL. Die Gemeinde Uzwil will ihre lebensrettenden Geräte öffentlich zugänglich machen. Zusätzliche Defibrillatoren werden vorderhand aus Spargründen keine angeschafft. Zudem will die Gemeinde der Bevölkerung Kurse anbieten.

Urs Bänziger
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Mit Kursen will die Gemeinde erreichen, dass möglichst viele Uzwilerinnen und Uzwiler Defibrillatoren richtig und schnell anwenden können. (Archivbild: Reto Martin)

Mit Kursen will die Gemeinde erreichen, dass möglichst viele Uzwilerinnen und Uzwiler Defibrillatoren richtig und schnell anwenden können. (Archivbild: Reto Martin)

Nach einem Herzstillstand zählt jede Sekunde. Dank dem Einsatz von Defibrillatoren können auch medizinische Laien zu Lebensrettern werden. Vorausgesetzt, sie handeln und helfen schnell. Inzwischen gibt es Defibrillatoren nicht nur in Krankenhäusern und in Fahrzeugen des Rettungsdienstes, sondern auch an öffentlichen Standorten. In der Gemeinde Uzwil befinden sich diese lebensrettenden Geräte im Gemeindesaal, in der Sportanlage Rüti und je nach Saison im Schwimmbad oder in der Eishalle. Standorte, wo Menschen sich ansammeln.

Gut sichtbar an den Gebäuden

Bisher befanden sich die Defibrillatoren in Uzwil im Innern der Gebäude und in Obhut. Das soll sich nun ändern: Mit dem Budget 2016 beantragt der Gemeinderat an der Bürgerversammlung vom 30. November, die bestehenden Defibrillatoren öffentlich zugänglich zu machen. Im Gemeindesaal und in der Sportanlage Rüti werden die Geräte nicht mehr in der Obhut der Hauswarte sein, sondern gut sichtbar an den Gebäuden angebracht. Der Sicherheitsverantwortliche der Gemeinde, Urban Widmer, ist daran, die genauen Standorte zu evaluieren. Noch unklar ist, wo der Defibrillator im Schwimmbad und in der Eishalle plaziert werden soll. Fest steht aber, dass sich das Berufs- und Weiterbildungszentrum in Uzwil (BZWU) beteiligt und sein Gerät ebenfalls vom Foyer ins Freie verlegen wird.

Je mehr Bescheid wissen

Ursprünglich war vorgesehen, dass die Gemeinde weitere Defibrillatoren anschafft. Nachdem der Gemeinderat beschlossen hat, aus Spargründen im Budget 2016 keine Investitionskredite zu beantragen, werden vorderhand keine zusätzlichen Geräte gekauft. Für die Montage der gut sichtbaren Wandkasten an den Gebäuden sind 17 000 Franken veranschlagt. Ein Aufwand, der sich lohnt – insbesondere dann, wenn möglichst viele Einwohner in Uzwil wissen, wie sie einen Defibrillator anwenden müssen.

Die Gemeinde will es deshalb nicht damit bewenden lassen, die lebensrettenden Geräte an öffentlich zugänglichen Gebäude nur zu plazieren, sondern hat vor, für die Bevölkerung Kurse anzubieten. Vom Interesse an diesen Kursen wird abhängen, ob auch andere öffentliche Standorte mit Defibrillatoren ausgestattet werden. Fest geplant sei, so Urban Widmer, dass ein zusätzliches Gerät am neuen Gemeindehaus angebracht wird.