Das Wirtschaftsportal Ost bringt Aufbruchsstimmung in die Region Wil

Die erste Mitgliederversammlung des Wirtschaftsportals Ost am vergangenen Freitagabend im Hof zu Wil war sehr gut besucht.

Adrian Zeller
Drucken
Teilen
Eines der Ziele des Wirtschaftsportals Ost: das regionale Selbstbewusstsein stärken. (Bilder: Michel Canonica)

Eines der Ziele des Wirtschaftsportals Ost: das regionale Selbstbewusstsein stärken. (Bilder: Michel Canonica)

Seit der Gründungsversammlung am 28. Mai 2019 haben sich 160 Mitglieder im Wirtschaftsportal Ost (WPO) eingetragen. Ein-Personen-Firmen und typische KMU-Gewerbebetriebe wie auch international agierende Industrieunternehmen sind vertreten. Der Branchenmix ist sehr vielfältig. Im Weiteren haben sich 22 Gemeinden aus den Kantonen Thurgau und St.Gallen rund um die Äbtestadt als Mitglieder registrieren lassen.

Trotz aller Heterogenität der Mitglieder soll die Solidarität in der Region gestärkt werden. Das «Gärtchendenken» sei passé, betonten Präsident Hansjörg Brunner und Geschäftsstellenleiter Robert Stadler am umsichtig organisierten Unternehmeranlass. Nur mit vereinten Kräften könne sich die Region weiterentwickeln. Es gehe darum, die Gesamtinteressen gegenüber den Kantonen und der Öffentlichkeit zu vertreten und regionale Projekte umzusetzen, welche lokale Wirtschaftsvereine nicht alleine stemmen können, hiess es seitens der WPO-Leitung.

Gemeinsam für die Stärkung der Region

Auch wenn dies ihr Name nahelegt, will die aufstrebende Organisation ausdrücklich keine reine Gemeinschaft zur Förderung der Wirtschaft sein. Politik, Verwaltung und Unternehmertum sollen sich gemeinsam für die Stärkung der Region als Lebensraum engagieren und ihre Standortvorteile entwickeln. Entsprechend sassen im Gewölbekeller Regierungsräte neben Gewerbetreibenden und Geschäftsführer neben Gemeindepräsidentinnen. Und auch beim ausgiebig gepflegten Networking vor und nach der Mitgliederversammlung unterhielten sich beide Seiten ungezwungen miteinander.

Der rege Austausch entspricht offensichtlich einem grossen Bedürfnis. In einer digitalen Umfrage während der Versammlung über die wichtigsten Themen, um die sich das WPO kümmern soll, wurde Netzwerken prioritär bewertet. Im Weiteren werden die Verkehrspolitik sowie die Bildung als besonders wichtig erachtet.

Fokussiert: An der Versammlung gab es eine digitale Umfrage.

Fokussiert: An der Versammlung gab es eine digitale Umfrage.

Stelen mit dem WPO-Logo 

Die WPO-Leitung stellt ihrerseits folgende Ziele in den Vordergrund: Stärkung des regionalen Selbstbewusstseins, Gesamtinteressen statt Partikularinteressen; Bündelung der Kräfte aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung für ideale Rahmenbedingungen, regionale Stimme gegenüber Kantonen und Bund; Schaffen einer starken regionalen Netzwerkplattform, die neue Synergien schafft und Kooperationen fördert; Positionierung der Wirtschaftsregion als attraktives, wettbewerbsfähiges und innovatives Portal zur Ostschweiz. Um die angestrebte Solidarität immer wieder in Erinnerung zu rufen, werden in den kommenden Monaten an verschiedenen Stellen in der Region Stelen mit dem WPO-Logo aufgestellt. Eine erste wird nächstens an der Zürcherstrasse zu sehen sein.

Delegiertenrat

An der ersten Mitgliederversammlung des Wirtschaftsportals Ost wurde auch ein Rat von Delegierten für eine zweijährige Amtsdauer gewählt. Die einstimmig Erkorenen sind:
Albert Baumann, Micarna, Bazenheid
Thomas De Martin, De Martin AG, Wängi
Pirmin Helbling, Kindlimann AG, Wil
Silvia Mäder, Mäder AG, Oberwangen
Oliver Wulkan, Aldi Suisse AG, Schwarzenbach
Joachim Zappe, Stihl Kettenwerk GmbH & Co KG, Wil
Kurt Baumann, Gemeindepräsident Sirnach
René Bosshart, Gemeindepräsident Fischingen
Stefan Frei, Gemeindepräsident Jonschwil
Susanne Hartmann, Stadtpräsidentin Wil
Lucas Keel, Gemeindepräsident Uzwil
Matthias Küng, Gemeindepräsident Aadorf. (az)

Pünktlich zum Ende des statutarischen Teils traf um 18.55 Uhr die Wiler Bundesrätin Karin Keller-Sutter zu einem Interview auf dem Podium mit dem Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid ein.

Bundesrätin Karin Keller-Sutter war ebenfalls anwesend.

Bundesrätin Karin Keller-Sutter war ebenfalls anwesend.