Das Wasserschloss Europas

Ex-Miss Schweiz spricht über Trinkwasserknappheit Ausgabe vom 3. Januar 2015 Uzwiler Flirt mit Zuzwil Ausgabe vom 30. Dezember 2014

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Die Schweiz hat das Glück, über genügend Trinkwasser in guter Qualität zu verfügen. Wir haben leider nicht gelernt, mit diesem Geschenk vernünftig umzugehen. Aus Statistiken erkennt man, dass ein Schweizer Haushalt im Durchschnitt 162 Liter Wasser pro Person und Tag verbraucht. Eigentlich sollte es ein Grundrecht sein, dass jeder Mensch auf der Erde über genügend und gesundes Trinkwasser verfügen kann. Wir, die Schweizer Bevölkerung, haben nicht gelernt, diesem Privileg Sorge zu tragen.

Das meiste Wasser benötigen wir für die Toilettenspülung und die Waschmaschine. Diesen enormen Wasserverbrauch könnte man beispielsweise durch den Gebrauch von Regenwasser (Meteorwasser) vermindern, mittels Regenwassertanks. Dabei speichert der Tank das Regenwasser, welches über das Hausdach und die Dachrinne gesammelt und in den Tank geleitet wird. Das gespeicherte Regenwasser kann man anschliessend für die Waschmaschine, die Toilettenspülung und die Gartenbewässerung nutzen. Zusätzlich benötigt man kein Entkalkungsmittel für die Waschmaschine, was viel schonender für unsere Umwelt ist. Somit könnte man den aktuellen Wasserverbrauch von 162 Litern pro Kopf und Tag um ca. 50 Prozent vermindern. Ausserdem wären dann auch unsere Kläranlagen an einem stark regnerischen Tag nicht mehr so stark überlastet. Man sollte sich mehr Gedanken machen, ob es wirklich nötig ist, so viel Wasser zu verbrauchen, denn wer weiss, wie lange unsere Wasserreserven noch genügen.

Karin Bollinger

Kobelhöhe 6, Niederuzwil

Ein vorgezogener Aprilscherz?

Wenn geheiratet werden soll, müssen sich der (richtige) Bräutigam und die (richtige) Braut die gleichen Visionen für die Zukunft haben. Die Aussage von Uzwils Gemeindepräsident Lucas Keel, auf keinen Fall wolle er lesen, die Fusion mit Zuzwil sei gescheitert, müsste doch gedanklich wohl eher lauten: «Zuzwil fusioniert mit Niederhelfenschwil zur echten Einheitsgemeinde.»

Der Zuzwiler Gemeindepräsident Roland Hardegger sieht es als realistisch an, auch in naher Zukunft den tiefen Steuerfuss halten zu können. Die Finanzplanung – vorausgesetzt, dass die Einnahmen eintreffen – zeige, dass die geplanten Investitionen umgesetzt werden können, ohne den Steuerfuss gegen oben anzupassen. Die Bevölkerung werde schon bald über einen Kredit für die Erstellung eines Glasfasernetzes abstimmen können. Persönlich könne er sich einen kostenlosen Wireless-Zugang vorstellen. Da kommen Gedanken auf, zum Beispiel die Einführung einer Schuldenbremse – wie sie der Kanton St. Gallen bereits seit Jahren kennt – auch für die Gemeinde Zuzwil. Des weiteren gehe er davon aus, dass der Gemeinderat in der Bevölkerung hohes Vertrauen geniesst. Der Erlass unter anderem eines Sondernutzungsplans sei dabei eine wichtige Grundlage, dem Anliegen des verdichteten Bauens nachzuleben. Dazu gäbe es genügend Investoren, die bereit seien, verdichtetes Bauen zu unterstützen. Werden da die Gemeindewahlen 2016 nicht zur Nagelprobe?

Robert Mozer, Präsident SVP Zuzwil, Züberwangen, Weieren, Mettlenstrasse 14C, Zuzwil