Das Wandern ist ihre Leidenschaft: Die Wilerin Damaris Gähwiler führt durch die Berge der Ostschweiz

Herbstzeit ist Wanderzeit: Damaris Gähwiler weiss, worauf es dabei ankommt.

Adrian Zeller
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Damaris Gähwiler hat in der Schweiz schon viele Wanderwege unter die Füsse genommen. Bild: PD

Damaris Gähwiler hat in der Schweiz schon viele Wanderwege unter die Füsse genommen. Bild: PD

«Meine Motivation für mein Engagement als Wanderleiterin ist es, den Teilnehmenden die weniger bekannten Wege und landschaftliche Schönheiten der Schweiz und der Grenzgebiete der Bodenseeregion zeigen zu dürfen.» Seit zehn Jahren steht die Wilerin Damaris Gähwiler für die Thurgauer Wanderwege im Einsatz. Dieser Verein gehört der Dachorganisation Schweizer Wanderwege an.

Jeder Kanton in der Schweiz hat eine eigene Fachorganisation für Wanderwege. Deren ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen in den Regionen für ein gepflegtes Wandernetz und unterhalten dessen Signalisationen. Insgesamt 65000 Kilometer lang sind die Fusswege, welche die Schweiz durchziehen.

Im Weiteren werden von den Fachorganisationen öffentliche Wanderungen organisiert. Das Planen von Tourangeboten ist für Damaris Gähwiler eine geschätzte Herausforderung. «Auch wenn ich privat unterwegs bin, richtet sich mein Blick immer auf mögliche lohnende Wegstrecken für Gruppen.»

Leidenschaft schon früh entdeckt

Die Begeisterung für diesen Freizeitsport entwickelte sie als junge Erwachsene. Die Pflegefachfrau arbeitete damals im Regionalspital Biel. «Wir waren eine Gruppe von Deutschen, Franzosen und Schweizern, die sich auf Touren die Schönheiten ihrer jeweiligen Heimat näherbrachten.» Vor zehn Jahren stand die gebürtige Thurgauerin dann erstmals als Wanderleiterin im Einsatz. Eine Ausbildung in Erwachsenensport (esa) ist eine übliche Grundlage für diese ehrenamtliche Tätigkeit. Auch regelmässige «Erste Hilfe»-Weiterbildungskurse sind Pflicht.

Seit 2017 gehört Damaris Gähwiler zudem dem Vereinsvorstand der Thurgauer Wanderwege an. Über ihr Engagement sagt sie: «Es gefällt mir, die Vereinsziele aktiv zu unterstützen und bei der Weiterentwicklung der Organisation mitwirken zu können.»

Die Resonanz der Teilnehmenden ist für sie als Tourführerin wichtig. «Wenn am Ende einer Wanderung die Gruppe mit einem zufriedenen Eindruck signalisiert, dass ihnen das Gesehene und Erlebte gefallen hat, habe ich mein Ziel erreicht.»

Nicht nur die Schönheiten der Landschaften und der Natur will die Spitex-Mitarbeiterin den Wanderfreunden näherbringen, für sie zählt auch der gesundheitliche Aspekt. «Diese Art der Fortbewegung wirkt gesundheitsfördernd.» Wie verschiedene Studien nachgewiesen haben, senkt Wandern den Puls sowie den Blutdruck und damit das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es stärkt ausserdem die Muskeln und die Gelenke, erhöht die Abwehrkräfte, hilft gegen Übergewicht und steigert die Ausdauer sowie die Koordinationsfähigkeit.

Aus Erfahrung kennt Damaris Gähwiler auch die häufigsten Fehler, die das Wandervergnügen beeinträchtigen können.

«Ein unzureichender Flüssigkeitsnachschub kann sich spürbar auf die Leistungsfähigkeit und die Aufmerksamkeit auswirken.»

Gelegentlich musste sie Teilnehmende unterwegs dazu anhalten, einen kräftigen Schluck zu trinken. «Die einsetzende Ermüdung war offensichtlich.»

Oft unterschätzen die Wanderer, dass sich der Körper unterwegs erwärmt. «Sie ziehen sich zu warm an.» Auch ein angemessenes Schuhwerk trägt dazu bei, dass das Wandervergnügen ungetrübt bleibt. Vor dem Start mit einer Gruppe wirft Damaris Gähwiler deshalb jeweils einen Kontrollblick auf die Schuhe: «Speziell in den Bergen können die Schuhe sicherheitsrelevant sein.»