Das Volk will diese Hütte im Hohrain

Nach der Bürgerversammlung der Politischen Gemeinde Niederhelfenschwil war das Schweizer Fernsehen zu Gast. Für das Sommerprojekt von «Schweiz aktuell» konnte das Modell für die zu bauende Hütte gewählt werden. Die Bürgerschaft entschied sich für das Modell eines Baslers.

Zita Meienhofer
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Diese Hütte wird während des Sommerprojekts von «Schweiz aktuell» im Hohrain gebaut werden. (Bild: zVg.)

Diese Hütte wird während des Sommerprojekts von «Schweiz aktuell» im Hohrain gebaut werden. (Bild: zVg.)

Niederhelfenschwil. Moderator Michael Weinmann und sein Team vom Schweizer Fernsehen sind zurzeit öfters in Niederhelfenschwil anzutreffen. Grund: Vom 4. bis 23. Juli sendet «Schweiz aktuell» täglich aus dem Hohrain, einem Wald in der Gemeinde Niederhelfenschwil (siehe Wiler Zeitung vom 18. März).

Architekt steht fest

Während diesen drei Wochen werden im Wald fünf Personen – ein Architekt, ein Zimmermann, ein Forstwart, eine Öko-Fachperson und ein Abenteurer – auf ökologische und nachhaltige Weise, aus selbst gefällten Bäumen und möglichst ohne Maschinen, eine Waldhütte bauen. Diese Personen – ob Frau oder Mann – werden vom Schweizer Fernsehen ausgesucht. Die erste Person steht nun fest. Am Mittwochabend hat die Bevölkerung von Niederhelfenschwil anschliessend an die Bürgerversammlung das Projekt für die Hütte ausgewählt.

Drei Feste in drei Wochen

Architekt Christian W. Blaser aus Basel wird nun drei Wochen in der Ostschweiz verbringen. Das Projekt des 46-Jährigen mit Ostschweizer Wurzeln hat die Anwesenden überzeugt. Anstelle der Firsthütte wird Ende Juli im Hohrain die Hütte, die Blaser geplant hat, stehen. Ein zweigeschossiger Bau aus Holzstämmen, der sich dem Gelände anpasst. Das zweite zur Wahl stehende Modell stammte von Piet Nieder. Der 31-jährige Architekt aus Schleswig-Holstein, der seit 2006 in Zürich arbeitet und wohnt, hat sich in ein Waldtier, das sich ein Nest baut, versetzt und ein entsprechendes Projekt als Modell ausgearbeitet. Ein kugelförmiger Bau, der aus Holz gestapelt wird. Beeindruckt hat die Idee vor allem, weil sie sich der Natur, dem Wald anpasst. Trotzdem entschieden sich die Anwesenden für Blasers Idee – vielleicht auch deshalb, weil er für jedes erreichte Ziel – Holzernte, Aufrichte und Einweihung – ein Fest vorgesehen hat.

Die beiden Architekten wurden von den Verantwortlichen aus 300 Bewerbern ausgesucht. Nach einem Augenschein im Hohrain blieben den beiden Architekten 15 Tage für die Ausschaffung des Projektes. Lucas Keel, Gemeindepräsident von Niederhelfenschwil, findet die Idee Blasers gut, obwohl er selber die andere Variante bevorzugt hätte. «Nieders Projekt ist mutiger und progressiver. Aber voraussichtlich haben wir mit dieser Hütte weniger Probleme, vor allem im Sicherheitsbereich», erklärt er den Entscheid der Bürgerschaft.

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