Das Vertrauen ist noch nicht zurück

Für die weitere Planung der Ortsplanungsrevision müssen sich die IG Lebensqualität NLZ und der Gemeinderat aufeinander zu bewegen. 

Hans Suter
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Hans Suter

Hans Suter

52 Prozent der eingelegten Stimmzettel votieren für die Arbeitszone A15, 48 Prozent für die Zone A18.5. Dieses Ergebnis ist zu respektieren, auch wenn dieser Grundsatzentscheid rechtlich nicht bindend ist. Und obwohl es mit 52 Prozent alles andere als die gewünschte Klarheit gebracht hat. Immerhin haben 56,9 Prozent der Stimmberechtigten ihre Meinung kundgetan, 6,9 Prozentpunkte mehr als die Hälfte also. Das bedeutet: Für einmal entscheidet nicht die Mehrheit der Minderheit, sondern die Mehrheit einer leichten Mehrheit.

Nun geht der politische Prozess der Ortsplanung weiter. Ungeachtet der persönlichen Interessen gilt es zu beachten: Die künftige Arbeitszone Geren ist nur ein kleines Teilstück in einem sehr umfassenden und ebenso komplexen Gesamtgefüge. Die Ortsplanungsrevision umfasst alle drei Dörfer der politischen Gemeinde Niederhelfenschwil, mit allen Zonen und zugehörigen Reglementen. In seiner Gesamtheit soll das Regelwerk Rechtssicherheit schaffen für die nächsten 15 bis 20 Jahre.

Der emotional geführte Abstimmungskampf hat zu Vertrauensverlust geführt und hinterlässt Wunden. Äussere Zeichen dieser unschönen Entwicklung ist die schon vor der Abstimmung eingereichte Abstimmungsbeschwerde und dass sich Behörden und IG Lebensqualität NLZ gegenseitig der Unwahrheit bezichtigen. Der Rückzug der Abstimmungsbeschwerde ist ein erster Schritt in die Phase der Normalisierung. Damit ist das Vertrauen aber noch nicht wieder hergestellt. Das gelingt nur, wenn beide Seiten es explizit wollen.