Das Verständnis fördern

Seit fünf Jahren gibt es bereits das Projekt «Brücken zwischen den Generationen» in der Flawiler Primarschule. Senioren besuchen dabei regelmässig die Klassenzimmer.

Bernard Marks
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Flawil. «Brücken zwischen den Generationen», das ist ein besonderes Projekt in Flawil, bei dem es darum geht, dass Senioren im Kindergarten und in der Primarschule teilnehmen und mit ihren Erfahrungen den Kindern mit Rat und Tat für ein paar Stunden in der Woche beiseite stehen. Ziel ist es, die Seniorinnen und Senioren in den Unterricht zu integrieren.

Gelungenes Projekt

«Wir jubilieren, feiern und danken» – so lautete die Einladung zum jährlichen Erfahrungsaustausch für die Seniorinnen und Senioren, die sich im Projekt «Brücken zwischen den Generationen» engagieren. In diesem Jahr gab es sogar einen besonderen Anlass, um Bilanz zu ziehen. Denn genau fünf Jahre besteht das Projekt «Brücken zwischen den Generationen» in der Primarschule Flawil bereits.

«Es ist ein gelungenes Projekt an den Flawiler Kindergärten und der Unterstufe mit Seniorinnen und Senioren im Klassenzimmer», resümiert der Flawiler Gemeinderat in einer Pressemitteilung vom gestrigen Mittwoch. Bei den regelmässigen Treffen informieren sich Initiantinnen, Seniorinnen und Senioren und Schulleitung gegenseitig über das Geschehen rund um das Projekt. Für das Projekt sei der jährliche Erfahrungsaustausch ein wichtiger Motor, heisst es weiter. Bei solchen Treffen stehe jeweils auch der Dank an die Mitwirkenden im Mittelpunkt.

Auch in der Mittelstufe

Das generationenverbindende Projekt ermöglicht einen lebendigen Austausch zwischen verschiedenen Generationen. Zudem fördert es das gegenseitige Verständnis und hilft, Vorurteile abzubauen. Insbesondere die Kindergarten-Lehrpersonen, die regelmässig in den Wald gehen, schätzen den Einsatz der Seniorinnen und Senioren sehr. So hat ein Projektteilnehmer den beschädigten Waldplatz wieder instand gesetzt.

Auch die Seniorinnen und Senioren ihrerseits betonen immer wieder, wie wichtig und schön ihr Einsatz sei. Zurzeit sind acht Teams, bestehend aus einer Lehrperson und einer Seniorin bzw. einem Senior, im Kindergarten und in der Unterstufe tätig. Beim letzten Treffen wurden zwei Teams verabschiedet.

In einem Fall übernahm die Lehrperson eine neue interne Aufgabe, im anderen zog es der Senior vor, aus gesundheitlichen Gründen lieber aus dem Projekt auszusteigen.

Obwohl es im Verlaufe der Jahre immer wieder personelle Änderungen gegeben hat, bestehen einige treue Teams seit dem Beginn vor fünf Jahren. Das Projekt möchte neu auch die Mittelstufe berücksichtigen. Interessierte Seniorinnen und Senioren sind jederzeit herzlich willkommen.