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Das Tempo von Elektrovelos wird häufig unterschätzt

Die Unfälle mit Velos, die mit einem unterstützenden Elektromotor ausgerüstet sind, nehmen zu. Immer wieder zeigt sich, dass die gefahrene Geschwindigkeit sowohl von E-Bike-Fahrern als auch von Fussgängern falsch eingeschätzt wird.
Hans Suter
Unfallaufnahme auf der Maillartbrücke zwischen Zuzwil und Henau: Ein E-Bike-Fahrer ist am Samstag gestürzt beim Versuch, auf den erhöhten Fahrweg zurückzugelangen. (Bild: Kapo)

Unfallaufnahme auf der Maillartbrücke zwischen Zuzwil und Henau: Ein E-Bike-Fahrer ist am Samstag gestürzt beim Versuch, auf den erhöhten Fahrweg zurückzugelangen. (Bild: Kapo)

«Am Samstag, um 15.15 Uhr, ist ein 64-jähriger E-Bike-Fahrer auf der Henauerstrasse mit einem Randstein kollidiert. Dabei verletzte er sich leicht und musste ins Spital gebracht werden.» So begann eine aktuelle Medienmitteilung der St. Galler Kantonspolizei von heute Sonntag.

Leicht verletzt ins Spital

Der 64-Jährige fuhr laut Polizeiangaben auf dem Fahrradweg von Henau Richtung Zuzwil. Auf der Brücke über die Thur fuhr er aus unbekannten Gründen über den Randstein auf die Fahrbahn hinunter. Dadurch erschrak der Mann und versuchte sofort, mit seinem E-Bike wieder auf den Fahrradweg zu gelangen. Aufgrund der Höhe des Randsteines stürzte er bei diesem Vorhaben und verletzte sich dabei. Der Rettungsdienst musste den Mann mit eher leichten Verletzungen ins Spital fahren.

Grosse Tempodifferenzen

Medienmitteilungen dieser Art häufen sich in letzter Zeit. Verwunderlich ist dies allerdings nicht. Velofahren mit Strom liegt im Trend. Mit der spürbaren Zunahme an E-Bikes ist aber auch die natürliche Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass es zu Unfällen kommen kann. Aktuelle statistische Daten waren gestern zwar nicht erhältlich. Ein Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen bestätigte indes das Gefahrenpotenzial. Während ein Fussgänger gewöhnlich mit einer Geschwindigkeit von drei bis fünf Kilometern pro Stunde unterwegs ist, sausen E-Bikes locker mit 25 km/h und mehr durch die Landschaft. Allein der Umstand, dass die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Fussgängern und Elektrovelofahrern gut und gerne beim Fünffachen liegt, zeigt das Gefahrenpotenzial bei einer Begegnung auf.

E-Bike: Velofahren mit Elektromotor liegt im Trend. (Bild: Ralph Ribi)

E-Bike: Velofahren mit Elektromotor liegt im Trend. (Bild: Ralph Ribi)

Defensives Fahren unabdingbar

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) rät, sich stets der längeren Anhaltewege bewusst zu sein, insbesondere, wenn Kinder transportiert werden. Da andere Verkehrsteilnehmende die Geschwindigkeit von E-Bikes unterschätzten, sei defensives Fahren unabdingbar.

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