Das Team gewinnt das Spiel

Mit einem Sieg im Penaltyschiessen sicherte sich der EHC Uzwil gegen den Pikes EHC Oberthurgau zwei Punkte. Dabei überzeugten die Habichte mit einer ausgeglichenen Teamleistung.

Jan Brühwiler
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EISHOCKEY. Vor dem Spiel tönte der Uzwiler Trainer Roger Bader an, dass sein Team für jeden Sieg einen Exploit benötige. Am Mittwochabend in Romanshorn zeigte der EHC Uzwil einen solchen: Es gelang erneut, auswärts einen Sieg zu feiern. Wie gewohnt konnten sich die Untertoggenburger nicht auf überragende Einzelspieler stützen, sondern zeigten als Team eine ausgeglichene und beständige Leistung.

Gallmann bekommt Chance

Für eine kleine Überraschung sorgte Bader schon beim Einlaufen: Ersatztorhüter Giuliano Gallmann stand anstelle von Ralph Sonder im Tor. Gallmann zeigte keine herausragende, aber eine ordentliche Partie, zumal er auch schon lange nicht mehr über die ganzen 60 Minuten im Tor stand. «Gallmann hat sich mit guten Trainingsleistungen für diesen Einsatz aufgedrängt», begründet Roger Bader seinen Entscheid.

Bei den Oberthurgauern stand Sportchef, Sponsor und neu auch Trainer Richard Stäheli – wie schon gegen den EHC Arosa – offiziell zur Unterstützung von Trainer Christian Rüegg an der Bande. In der Realität coachte vor allem Stäheli, währenddem sich Rüegg stark zurücknahm. Uzwil startete mit Schwung ins Spiel und traf durch Fehlmann früh zum 1:0. Dass es zur Pause gar 2:0 für die Gäste stand, war kein Zufall, kamen sie doch im gesamten ersten Drittel zu mehreren Chancen.

Moral bewiesen

Im zweiten Drittel konnte aber Oberthurgau einen Zahn zulegen und Uzwil mehr und mehr unter Druck setzen. Mit einem Doppelschlag innerhalb einer Minute durch Stierli und Strasser gelang dem Heimteam schliesslich der Ausgleich. Roger Bader nahm in der Folge sein Time-out. Und es war eine Auszeit, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Uzwil fand flugs wieder besser ins Spiel und wurde in der 30. Minute mit dem erneuten Führungstreffer belohnt.

Stüssi glich wieder aus

Gute Moral zeigte der EHC Uzwil auch im dritten Drittel: Nachdem die Pikes durch einen Shorthander von Strasser erstmals in Führung gingen, konnte der ehemalige Oberthurgauer Stüssi mit einem nicht unhaltbaren Schuss wieder ausgleichen. Auch in der restlichen Spielzeit und inklusive der Verlängerung, kam Uzwil immer wieder zu Chancen, den Siegtreffer zu erzielen. Doch dieser wollte einfach nicht fallen. Dafür zeigte sich das Team im Penaltyschiessen abgebrüht und versenkte vier von fünf Penalties, was zum Sieg reichte und zu zwei weiteren Punkten in der «Buchhaltung» führte.

Pikes – Uzwil 4:5 n. P. (0:2, 2:1, 2:1, 0:1) EZO – 325 Zuschauer – Sr. Schurter (Obwegeser, Roth) Tore: 2. Fehlmann (Heid) 1:0, 14. Swart 2:0, 26. Stierli (Strasser) 2:1, 27. Strasser (Peer, Rieser) 2:2, 30. Hildebrand (Stoob, Bucher) 2:3, 45. Moser (Peer) 3:3, 50. Strasser (Rieser, Ausschluss Peer!) 4:3, 52. Stüssi (Elsener, Bucher) 4:4, 65. Koch 4:5. Strafen: 7mal 2 Min. gegen Pikes, 6mal 2 Min. gegen Uzwil. Pikes: Mazza; Lattner, Müller; Rieser, Stäheli; Schmutz, Stierli; Moser, Strasser, Horber; Kurzbein, Sury, Bommeli; Gschwend, Peer, Stoller; Moser, Grau. Uzwil: Gallmann; Sturzenegger, Berweger; Bischof, Hiltebrand; Hofer, Frenzel; Stoob, Bucher, Elsener; Titus, Stüssi, Puntus; Swart, Heid, Fehlmann; Locher, Koch, Hohlbaum. Bemerkungen: Uzwil ohne Plankl (abwesend) und Klopfer (krank). 27. Time-out Uzwil.

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