Das Spiel war keine Offenbarung

Den Alttoggenburgern ist der Auftakt zur Rückrunde nur halbwegs gelungen. Mit zehn Mann schafften sie in der Schlussphase das 1:1, was aufgrund der Leistung in der zweiten Halbzeit in Ordnung geht.

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Daniel Rey (rot/schwarz) führte die Verteidigung souverän und hatte das Geschehen meist im Griff. (Bild: uno.)

Daniel Rey (rot/schwarz) führte die Verteidigung souverän und hatte das Geschehen meist im Griff. (Bild: uno.)

Fussball. Die Wahrheit liegt auf dem Platz und was die 22 Akteure am Samstag auf diesem ablieferten, war keine Offenbarung. Die äusseren Umstände liessen bereits vor dem Anpfiff erahnen, dass es ein «Geknorze» werden könnte. So kam es denn auch. Der Wind war störend und das holprige Grün liess keinen geordneten Spielaufbau zu. Vieles war Zufall, weil der Ball häufig plan- und ziellos nach vorne gedroschen wurde. Besser in die Partie fanden die Einheimischen, die mehrmals gefährlich vor Mäder auftauchten, aber vorderhand nichts Zählbares zustande brachten.

Ein Treffer zeichnete sich ab

Nach 20 Minuten kamen berechtigte Fragen auf, wann wohl der erste vernünftige Angriff zu verzeichnen sei. Es dauerte noch einige Zeit, aber plötzlich ging es Schlag auf Schlag. Vorerst wurde Paglianiti lanciert (31.), der allein vor Mäder auftauchte, den Ball aber verstolperte und darüber schoss. Dann war es Katanic (38.), der nach einem Eckball kurz nacheinander am sensationell reagierenden Mäder scheiterte. 120 Sekunden später war die Führung der Rheintaler trotzdem Tatsache. Paglianiti entwischte Pfister, diesem kam Mäder zu Hilfe, der sich in die Füsse des Stürmers warf, was der Unparteiische als penaltyreif taxierte. Bjalava nahm aus elf Metern Anlauf und schoss das 1:0. Dann war Pause, was die Wenigsten störte.

Fragwürdiger Ausschluss

Was eine unnötige Karte für Folgen haben kann, erfuhr Gebert innerhalb 60 Sekunden schmerzlich. Zuerst kassierte er für ein dummes Ballwegschlagen eine Verwarnung (51.), dann war nach einer Laune des Schiedsrichters Feierabend. Dieser sah eine Schwalbe von Gebert – dabei lag ein Foul des Gegenspielers vor – und schickte in frühzeitig unter die Dusche (52.). Nach dieser Szene ging jedoch ein Ruck durch die Mannschaft, ein geordneter Spielaufbau wollte aber weiterhin nur selten gelingen.

Es brauchte wieder einmal einen Geniestreich, um doch noch wenigstens einen Punkt zu retten. Maksuti wurde fünf Minuten vor Spielende auf die Reise geschickt und konnte kurz vor der Strafraumgrenze nur noch mittels Foul gestoppt werden. Maag nahm Anlauf und schlenzte den Ball herrlich über die Mauer hinweg ins kurze Eck zum Ausgleich. Der Kommentar von Bazenheid-Trainer Ueli Heeb nach Spielschluss fasste das Gezeigte zusammen: «Natürlich war es kein gutes Spiel. Wir haben heute aber gegen den Platz, den Wind und den Schiedsrichter gespielt, deshalb bin ich mit dem Punkt zufrieden, zumal sich die Mannschaft in der zweiten Halbzeit gewehrt hat und den Ausgleich in Unterzahl erzielte. Das verdient Respekt.» (bl.)

FC Diepoldsau – Bazenheid 1:1 (1:0) Rheinauen – 120 Zuschauer – SR Bosnic. Tore: 40. Bjalava 0:1, 85. Maag 1:1. FC Diepoldsau: Steuble; Fisch, P. Meyer, R. Meyer, Hamburger; Sen, Bjalava, Kuster, Paglianiti; Katavic, Thaqi (78. Ratz). FC Bazenheid: Mäder; Pfister, Rey, Vieira, Ott; Baumann (80. Spadavecchia), Studer (60. Gregorin), Maag, Gebert; Freid, Maksuti (90. Hasanovic). Verwarnungen: 22. Paglianiti, 44. Bjalava, 39. Mäder, 45. R. Meyer, 56. Maksuti, 92. Hasanovic (alle Foul), 51. Gebert Ball wegschlagen, 52. Gebert Gelb/Rot (Unsportlichkeit). Bemerkungen: Bazenheid ohne Oswald und Dushica abwesend (Militär).