Das Schreibbüro ist akzeptiert

Fair Wil bietet seit vergangenem Oktober ein Schreibbüro an. 32 Personen nahmen das jeweils am Samstagmorgen geöffnete Angebot in Anspruch.

Philipp Haag
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Der Fair-Wil-Vorstand mit Arber Bullakaj, Rahel Diethelm, Mihane Tairi und Robin Bannwart. (Bild: pd)

Der Fair-Wil-Vorstand mit Arber Bullakaj, Rahel Diethelm, Mihane Tairi und Robin Bannwart. (Bild: pd)

WIL. Am Montag lancierte Fair Wil eine Petition, in der ein Mitbestimmungsrecht für Jugendliche und Migranten gefordert wird. Über 40 Personen haben die Petition bereits unterschrieben. Das zweite grosse Projekt des Vereins, der die interkulturellen Beziehungen in Wil fördert, ist ebenfalls gut angelaufen. Im vergangenen Oktober eröffnete Fair Wil an der Hubstrasse ein Schreibbüro. Es bietet unter anderem Hilfe beim Verstehen von Briefen, Verträgen oder Formularen an sowie beim Verfassen von Schreiben an Behörden oder Bewerbungen. Willkommen ist jedermann, unabhängig von Alter oder Herkunft.

Bis heute war das Schreibbüro an 20 Samstagmorgen geöffnet. 32 Personen nahmen das Angebot in Anspruch, wie Präsident Arber Bullakaj an der Jahresversammlung bekanntgab. Unter den Hilfesuchenden befanden sich Schweizer, aber auch Personen aus dem Balkan, Afrika, der Türkei und Deutschland. Die Altersspanne bewegt sich von knapp unter 18 Jahren bis gegen 60 Jahre. Die Hilfestellungen betrafen das Schreiben von Bewerbungen und Kündigungen, das Ausfüllen von Formularen, beispielsweise bei Ergänzungsleistungen, sowie die Wohnungssuche. Bullakaj ist zufrieden: «Das Schreibbüro wird von allen gleichermassen akzeptiert.»

Die Jahresrechnung 2013 schloss mit einem Gewinn von 3000 Franken. Das Geld soll in neue Projekte fliessen wie Informationsabende, an denen ein Experte bei Beratungsgesprächen oft festgestellte Probleme thematisiert. Neu in den Vorstand gewählt wurden Mihane Tairi und Rahel Diethelm.

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