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«Das Phantom der Oper» trifft «Cats»: Das Musical-Medley in Degersheim begeistert

52 Schülerinnen und Schüler aus drei Gemeinden führten am Mittwoch in der Degersheimer Dream Factory ihr selbsterarbeitetes Musical-Medley «Musically» auf. Ihnen gelang eine mitreissende Vorstellung.
Michael Hug
Grosses Engagement: Die Oberstufenschüler boten eine hinreissende Show in der Dream Factory. Bild: Michael Hug

Grosses Engagement: Die Oberstufenschüler boten eine hinreissende Show in der Dream Factory. Bild: Michael Hug

Musicals leben von mitreissenden Melodien und ergreifenden Szenen. Mitunter auch von mysteriösen Maskeraden und geheimnisvollen Figuren, von verbotenen oder unmöglichen Liebesbeziehungen und Träumen oder von geschichtlichen, überspitzt dargestellten Hintergründen. Musicals leben auch von Theatralik, Tanz und vor allem: von der Musik. Wenn man das nun alles unter einen Hut bringen will, führt man am besten ein Medley des Besten aus allen besten Musicals auf.

Genau dies haben sich Schülerinnen und Schüler der drei Oberstufenschulen von Uzwil, Zil-St. Gallen und Ebnat-Kappel Mitte letzten Jahres vorgenommen. Nach mehr als einem halben Jahr Proben und Vorbereitungen brachten sie am Mittwochabend ihr «Musically» auf die Bühne der Degersheimer Dream Factory. Der passendste Ort für einen solche Show: dort, wo Träume entstehen.

Überrannt mit Reservationen

«Wir wurden überrannt mit Reservationen», sagte Paulo Carnevali, Degersheimer Musiklehrer an der OS Uzwil und einer der drei Initianten des Projekts. Das wundert nicht. Angesagt waren einige der berühmtesten Melodien aus Musicals wie «Cats», «The Phantom of the Opera» oder «Les Misérables». Schliesslich kamen acht Musical-Songs und die Ouvertüre zu «Traumwelt» des an der OS Wier in Ebnat-Kappel tätigen Musiklehrers Rico Roth aus Degersheim.

Dabei entstand jedoch nicht ein neues Musical – denn jeder Song stand für sich selbst –, sondern vielmehr ein Zusammenzug nicht nur der Lieder, sondern als ganze Szene aus den zugrundeliegenden Musicals. Die Aufgabe der Darstellenden, Singenden und Tanzenden war es also, nicht nur das Lied zum Besten zu geben, sondern alles, was mit diesem Lied zusammenhängt: Gesang, Tanz und Schauspiel, Träume und Emotionen.

Singen und dabei etwas darstellen

Hohe Anforderungen, sagte selbst Carnevali: «Das war viel für die Schüler: Singen und dabei mimisch etwas darstellen.» Einige Dialoge und Songs waren in Englisch auszudrücken – eine zusätzliche Schwierigkeit. Viel Arbeit für das Ensemble, die, wie Carnevali erwähnt, von allen Beteiligten freiwillig und ausserhalb des Unterrichts geleistet wurde. «Keiner der hier heute Auftretenden, ausser uns drei Leitern, ist ein Profi, das sind alles jugendliche Laien. Ebenfalls das Orchester, die Technik, die Videoleute, die Beleuchter, die Mixer.» Auch logistisch war «Musically» eine grosse Herausforderung.

Die Proben fanden meistens in den drei beteiligten Schulen statt. Erst im Vorfeld der Hauptprobe trafen sich das Orchester (17 Musikanten) oder das Ensemble (28 Darstellende). Und erst wenige Tage vor der Premiere standen alle zusammen auf der Bühne in der Dream Factory. «Musically» bedeutet «musikalisch» oder «aus Musicals bestehend». Gleich zum Auftakt sang und tanzte das Ensemble den Song «Jellicle Cats» aus «Cats». Es ging weiter mit «Seasons of Love» («Rent») und «Everything I know» («In the Heights»).

Musicals können Geschichten erzählen

Einen ersten Höhepunkt bildete das hochemotional dargestellte Titelstück aus «The Phantom of the Opera» mit den Solisten Laura Carrascal als Christine und Amanj Rashidi als Phantom. Die gut einstündige Darbietung endete mit «One Day more» aus «Les Misérables» und dem sinnigen «Who lives, who dies, who tells my Story» aus dem eher weniger bekannten US-Gründerepos «Hamilton». Ein sinniger Schluss, geht es bei diesem Lied doch um die Sorge, wer die Geschichten erzählt, wenn die, die Geschichte machen, nicht mehr sind. Musicals können Geschichten erzählen, das haben die Oberstufenschülerinnen und -schüler aus Uzwil, St. Gallen und Ebnat-Kappel mitreissend bewiesen.

Hinweis

Letzte Vorstellung: Freitag, 10. Mai, 19.30 Uhr, Dream Factory Degersheim

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