Glosse
Überarbeitet? Das Oberstufenzentrum Degenau gönnt sich ein paar Tage Strandferien

Seine Heimat, Jonschwil, hat das Schulhaus dabei nicht vergessen: Im Internet findet sich ein digitaler Feriengruss.

Tobias Söldi
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Verbringt das OZ Degenau hier seine Ferientage?

Verbringt das OZ Degenau hier seine Ferientage?

Bild: Screenshot

Auch das Oberstufenzentrum Degenau braucht einmal Ferien. Es ist verständlich: Aktuell werden im Jonschwiler Schulhaus in 9 Klassen rund 140 Real- und Sekundarschülerinnen und Sekundarschüler unterrichtet. Sie tagein, tagaus zu beherbergen ist wohl abwechslungsreich und aufregend, aber bestimmt auch anstrengend und nervenaufreibend.

Man kann es dem Oberstufenzentrum also nicht verübeln, dass es die Gelegenheit beim Schopf gepackt zu haben scheint und sich während der dieser Tage zu Ende gehenden Sportferien kurzerhand selbst ein paar Tage Ferien gegönnt hat. Seine Heimat hat das OZ Degenau dabei nicht vergessen und kurzerhand einen digitalen Feriengruss erstellt. Denn sucht man über Google das Oberstufenzentrum, präsentiert einem die Suchmaschine wie üblich die wichtigsten Daten: Name, Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer – und auch Bilder. Doch statt der zu erwartenden Aussenansicht des Gebäudes ist im Falle des OZ Degenau die Aufnahme einer idyllischen Feriendestination zu sehen.

Und sie kann sich sehen lassen: ein tiefblaues Meer, eine wohlgeformte Bucht, in der Segelboote vor Anker liegen, ein gut besuchter Sandstrand, dicht bewaldete Hügel, an die sich Ferienhäuser mit Swimmingpools schmiegen. Die Landschaft erinnert an südliche Länder, an Spanien, vielleicht handelt es sich um eine Stadt auf der Insel Mallorca. Sicher ist: Das Bild weckt Feriengefühle.

Oder handelt es sich dabei vielleicht um eine Werbemassnahme? Will die Schulleitung den jungen Menschen den grauen Schulalltag schmackhafter machen? Organisiert das Oberstufenzentrum Austauschprogramme in Feriendestinationen? Attraktiv wäre es auf jeden Fall: Das zweite Vorschaubild der Google-Suche zeigt einen langen Gang, Regale voller Bücher, Schüler, die auf einem Sessel sitzen. Dann doch lieber der Strand.

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