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Das neue Gesicht der CVP: Prend Berisha rückt ins Wiler Stadtparlament nach

Heute nimmt mit Prend Berisha ein neues Fraktionsmitglied für die Christdemokraten Einsitz im Stadtparlament.
Gianni Amstutz
Mit seinen 26 Jahren gehört Prend Berisha zu den Jüngsten im Stadtparlament. Bild: Gianni Amstutz

Mit seinen 26 Jahren gehört Prend Berisha zu den Jüngsten im Stadtparlament. Bild: Gianni Amstutz

Das Bild der CVP in der Öffentlichkeit könnte besser sein. Bei vielen gilt die Partei als brav und manchmal gar als etwas altbacken. Was könnte dieses Image besser ändern als junge Gesichter? Einer, der die neue Generation der Christdemokraten verkörpert, ist Prend Berisha. Heute wird der 26-Jährige das erste Mal im Stadtparlament Einsitz nehmen, wo er für die zurückgetretene Christa Grämiger nachrückt.

Für die Wahrnehmung der CVP in der Öffentlichkeit hat Berisha wenig Verständnis.

«Als Mittepartei polarisiert die CVP natürlich wenig, was aber nicht heisst, dass sie keine guten Lösungen hat.»

Im Gegenteil: Ohne die Christdemokraten, die mit anderen Parteien mehrheitsfähige Massnahmen ausarbeite, funktioniere die Politik nicht, sagt er. Extreme Ansätze – egal, ob von links oder rechts – brächten keinen Fortschritt. So will sich Prend Berisha im Parlament dafür einsetzen, gemeinsam mit anderen Parteien Ergebnisse zu erzielen und so die Stadt Wil weiterzubringen.

Von einem SP-Politiker geprägt

Als ihn Fraktionspräsident Christoph Hürsch über den Rücktritt von Christa Grämiger informierte, musste Prend Berisha nicht lange überlegen, ob er das Amt antreten würde. Obwohl er politisch noch ein wenig unerfahren ist. «Es gibt mir die Möglichkeit, mich für die Gesellschaft zu engagieren und politische Anliegen einzubringen.»

Er habe die politischen Debatten in Wil verfolgt – auch schon von der Zuschauertribüne des Stadtparlaments aus. Ausserdem sei er in der Fraktion freundlich empfangen worden und fühle sich gut unterstützt. Ein völlig unbeschriebenes Blatt ist Berisha politisch gesehen nicht. 2015 kandidierte er als damals 22-Jähriger für den Nationalrat, blieb jedoch erwartungsgemäss erfolglos.

Wenn er nun heute zum ersten Mal im Stadtparlament Einsitz nimmt, trifft Prend Berisha auch auf den Mann, der sein Interesse an der Politik in jungen Jahren überhaupt erst gefördert hatte. Neben seinen Eltern, mit denen er zu Hause am Tisch diskutiert habe, sei dies nämlich auch sein damaliger Seklehrer Marc Zahner gewesen.

Dessen Einfluss auf Berisha beschränkte sich offensichtlich darauf, das Interesse an der Politik als solche zu wecken und nicht etwa Inhalte an seinen Schüler weiterzugeben, politisiert Zahner im Stadtparlament doch für die SP.

Eine andere Partei als die CVP kam für Prend Berisha aber nicht in Frage. Einerseits, weil er sich mit den christlich geprägten Werten der Partei identifizieren kann, anderseits, weil ihm die Rolle der CVP als Mittepartei zusagt. Ideologisch sei man so weniger stark gebunden, könne mal mit den Grünen zusammenarbeiten, aber auch mit der SVP oder SP. Er sei in erster Linie seinen Wählern und der restlichen Bevölkerung Wils verpflichtet, sagt Prend Berisha.

Um deren Wünsche für die künftige Entwicklung der Stadt Wil besser wahrzunehmen, hat Berisha eine E-Mail-Adresse (meinung@unserwil.ch) eingerichtet. So hofft er auf Inputs aus der Bevölkerung, die er in die Fraktion und dann allenfalls auch ins Stadtparlament tragen möchte.

Dabei stellt Prend Berisha klar, dass es ihm nicht darum gehe, sich selbst zu profilieren, wie es manch andere Politiker nur zu gerne täten. Viel Zeit, sich einen Namen in der Wiler Politik zu machen, bleibt ihm aber nicht. Bereits in rund zehn Monaten finden die Gesamterneuerungswahlen fürs Stadtparlament statt. Dort will er wieder antreten und als Bisheriger seinen Sitz verteidigen.

Berisha wünscht sich ein lebendigeres Wil

Angesprochen auf Herausforderungen für die Stadt sagt er: «Wil muss lebendiger werden.» Für Leute in seinem Alter gebe es nur wenige Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten. Das müsse sich ändern, wolle man verhindern, dass die Jungen aus Wil wegziehen. Für Berisha selbst war dies keine Option, denn es gefällt ihm in Wil äusserst gut. Hier ist er aufgewachsen, zur Schule gegangen, hat Freunde und Familie hier. Das Städtchen, das weder zu gross noch zu klein sei, habe einen besonderen Charme, sagt er. Dass dies auch in Zukunft so sein wird, dafür will sich Berisha in der CVP-Fraktion einsetzen.

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