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Das nächste Ziel vor Augen: Die Solar Energy Racers der Bühler-Gruppe wollen an die Weltmeisterschaft

Der dritte Platz an der Solar Challenge in Südafrika war nicht genug: Mit ihrem Solar-Rennwagen wollen die Solar Energy Racers an der Weltmeisterschaft in die Top Fünf gelangen.
Tobias Söldi
Die Freude war gross: Die Solar Energy Racers bei der Zieleinfahrt an der Solar Challenge in Südafrika. (Bild: PD)

Die Freude war gross: Die Solar Energy Racers bei der Zieleinfahrt an der Solar Challenge in Südafrika. (Bild: PD)

Selina Wenk, Pilotin der Solar Energy Racers

Selina Wenk, Pilotin der Solar Energy Racers

«Einmal hat eine starke Windböe das Autodach weggerissen», erinnert sich Selina Wenk. Sie war eine von mehreren Piloten des Solar-Rennwagens SER-3, mit dem die Solar Energy Racers vergangenen Herbst an der achttägigen Solar Challenge durch Südafrika teilgenommen haben. Das 25-köpfige Team aus Lernenden und Mitarbeitenden der Bühler Gruppe hat sich aber trotz zahlreicher Hindernisse erfolgreich geschlagen: Sie fuhren auf den dritten Platz und wurden dafür sogar als «Best Newcomer» ausgezeichnet.

Im Dezember ist der gerade einmal 150 Kilogramm leichte und bis zu 120 Kilometer pro Stunde schnelle Rennwagen nun wieder in Uzwil angekommen – die Reise im Container hat er unbeschadet überstanden. Das nahmen die Solar Energy Racers zum Anlass, vergangenen Mittwoch im Costumer Center der Bühler Gruppe ihre Erfahrungen und Erlebnisse in Südafrika zu teilen. Es waren ereignisreiche Wochen: Die anwesenden Teammitglieder erzählen von Wind, Sturm und Kälte, herumfliegenden Autodächern und von notfallmässig einberufenen nächtlichen Reparatursitzungen, aber auch vom kameradschaftlichen Miteinander der verschiedenen Teams, von der Schaumparty nach der Zieleinfahrt, dem Empfang durch die Schweizer Botschaft – und zahlreichen Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung.

Bilder: PDBilder: PD
(Bild: Tobias Söldi)(Bild: Tobias Söldi)
(Bild: Tobias Söldi)(Bild: Tobias Söldi)
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Die Solar Energy Racers in Südafrika

Jeden Abend am Auto gearbeitet

Tobias Keel, Pilot der Solar Energy Racers

Tobias Keel, Pilot der Solar Energy Racers

Denn natürlich weckte das futuristisch anmutende Gefährt viel Aufmerksamkeit. «Es hatte oft Publikum vor Ort, das sich sehr für das Auto und das Rennen interessiert hat. So kam es immer wieder zu schönen Begegnungen und zum kulturellen Austausch», erinnert sich Tobias Keel, der ebenfalls als Pilot nach Südafrika mitgegangen war. Die Fahrt mit dem Solarauto war für ihn aber nicht nur spannend. Die Strassen in Südafrika sind oft lang – und schnurgerade. «Es war darum manchmal auch anstrengend, sich auf die Strasse zu konzentrieren», sagt Keel.

Auch Bühler-CEO Stefan Scheiber gratulierte dem Team zu ihrem Erfolg in Südafrika. Er sagt:

«Die Solar Energy Racers spiegeln den Spirit und die Kultur der Firma Bühler wider.»

Stefan Scheiber, CEO Bühler Gruppe

Stefan Scheiber, CEO Bühler Gruppe

Die Teammitglieder hätten mit viel Leidenschaft und Engagement am Projekt gearbeitet – und das alles neben der normalen Arbeit. Teamleiter und Automationsingenieur Moritz Waldschock kann das nur bestätigen: «Am Schluss haben wir eigentlich jeden Abend am Solarauto gearbeitet.» Insgesamt war das Team ein Jahr lang mit dem Projekt beschäftigt. Im Gegensatz zu den beiden Mannschaften aus den Niederlanden und Japan, welche die Solar Challenge in Südafrika gewonnen haben und auf ein grösseres Team und kommerzielle Lieferanten zurückgreifen konnten, geschah bei den Solar Energy Racers alles auf freiwilliger Basis.

Eine grosse Bedeutung komme dem Projekt auch aus geschäftlicher Sicht zu, führt Stefan Scheiber weiter aus. So zeichnet sich die Geschäftseinheit Advanced Materials durch seine Nähe zur Automobilindustrie aus, etwa in Zusammenhang mit Elektromobilität, alternativen Antrieben oder Prozesstechnologien. «Die Geschäftseinheit ist mittlerweile zu einem wichtigen Pfeiler der Bühler Group geworden», sagt der CEO.

Das Rennfieber ist noch nicht abgeklungen

Eines wurde rasch klar: Das Rennfieber ist noch längst nicht abgeklungen. Im Gegenteil, haben die Solar Energy Racers doch bereits das nächste Ziel vor Augen: Australien. Kommenden Oktober kämpfen an der World Solar Challenge rund 40 Teams um den Weltmeistertitel. Die 3000 Kilometer lange Strecke führt von Darwin im Norden Australiens quer durch den Kontinent nach Adelaide im Süden.

Das Ziel der Solar Energy Racers ist ambitioniert: Mit dem optimierten Fahrzeug SER-3.1 wollen sie in die Top 5 fahren. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 95000 Franken – darunter fallen etwa der Umbau des Solarautos, dessen Transport nach Australien, die Flugtickets und die Unterbringung für das Team, die Kosten für die Teilnahme etc. Zur Finanzierung werden nun Sponsoren gesucht.

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