Das Leben anderer bereichern

Die St. Sebastians-Pfarrei Henau ehrte diese Woche ihre Angestellten und vielen freiwilligen Helfer. Die Redner sprachen über das Wesen des Altruismus.

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Musik als Abwechslung: Zwischen den Texten von Pater Pawel und Isabella Geisser spielt Philipp Geisser auf seiner Gitarre. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Musik als Abwechslung: Zwischen den Texten von Pater Pawel und Isabella Geisser spielt Philipp Geisser auf seiner Gitarre. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

HENAU. Freiwillig arbeiten tut der Pfarreirat Henau mit Präsidentin Elisabeth Schlauri auch. Dennoch sah er es als seine Aufgabe an, seine wenigen Angestellten und die vielen freiwilligen Mitarbeitenden einen Abend lang zu verwöhnen. Der Pfarreirat wollte sich damit für die vielfältigen Dienste im Interesse der Gemeinschaft bedanken. «Danke, dass ihr mit Herzblut für andere da seid», sagte Pater Pawel Malek, der nur noch bis April Pfarreibeauftragter von Henau ist.

Definition von Altruismus

Als Einleitung zu einem gemütlichen Abend mit einem Essen aus der «Sonnmatt»-Küche gingen Isabella Geisser, in Henau für die Kinder- und Familienarbeit zuständig, und Pater Pawel Malek auf die Definition von Altruismus ein. Tatsächlich fällt diese sehr unterschiedlich aus, je nach Quelle. Einzig die Herkunft des Begriffs wird dem französischen Philosoph Auguste Comte zugeordnet. «Alter» ist das lateinische Wort für «der andere».

Die beiden Redner zogen die Tierwelt als Beispiel heran, um aufzuzeigen, dass Altruismus in der Natur liegen muss. Es gebe Tierarten, die zeitweilig das Wohl ihrer Gefährten höher schätzten als das eigene. Sie würden vor allem ihren nächsten Verwandten helfen, um die Nachkommen zu sichern und die eigene Erbsubstanz zu vermehren. Wie weit ist altruistisches Verhalten also auch selbstlos? «Eine Person handelt altruistisch, wenn sie eigenmotiviert und freiwillig das Leben anderer bereichert, ohne dabei Dritten zu schaden», sagte einer der zwei Redner. Dabei sollte der Helfende jedoch auch an sich denken.

Bewusst wahrnehmen

Auch Dankbarkeit sei ein Schlüssel zu einem erfüllten Leben, sagte Isabella Geisser. Wer sich bewusst werde, dass nichts selbstverständlich sei, könne dankbar werden. Um dies zu unterstreichen, las sie zwei Gedichte vor: Eines, das auf die Wunder der Natur am Wegrand eingeht, und als zweites das berühmte Gedicht «Dank» von Karl May, das man in dieser demütigen und dankbaren Haltung nicht erwarten würde. Schliesslich folgte die Einladung, dass man zusammen wieder einmal gemeinsam lachen, in alten Zeiten schwelgen, geniessen sowie Neues und Gemeinsames entdecken soll. Das Gemeinsame entstand an originell gestalteten Tischen, welche Pfarreirätin Anneliese Duss entworfen hatte. (ce)

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