Das Hospital der Hoffnung

Die Nachfahren der einst stolzen Inkas leben heute in Armut. Der Gründer eines Spitals im Süden Perus erzählt am Sonntag von seinen Erfahrungen.

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Es erscheint zunächst unmöglich: Ein Krankenhaus in den Anden zu bauen nur mit Hilfe von Spenden. Doch seit drei Jahren läuft nun der Betrieb des Missions-Krankenhauses, gebaut für die Quechua-Indianer im Süden Perus. Die Quechuas sind die Nachfahren der einst so stolzen Inkas, die seit Jahrhunderten am Rande der Gesellschaft leben.

Fundamentales Menschenrecht

Der Süden Perus gilt als das Armenhaus des Landes. Die meisten Quechuas leben in Lehmhäusern ohne sanitäre Anlagen und fast 35 Prozent sind Analphabeten. In den Bergregionen gibt es kaum Ärzte und die Quechuas können die Behandlungen meist nicht bezahlen. Daraus resultieren eine hohe Kindersterblichkeit und eine geringe Lebenserwartung. Schmerz und Tod werden mit Resignation akzeptiert, als ob ärztliche Hilfe kein fundamentales Menschenrecht wäre.

Vortrag des Spitalgründers

Der Name des Spitales: «Diospi Suyana» kommt aus der Sprache der Quechua-Indianer und bedeutet: «Wir vertrauen auf Gott», oder auch «Gott wartet auf uns». In der Klinik werden jährlich bis zu 100 000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Diospi Suyana ist mit modernster Technik ausgestattet und entspricht europäischem Standard. Der Spitalbetrieb wird hauptsächlich über Spenden aus dem Ausland finanziert. Das Spital hat noch mehrere aktuelle Ausbauprojekte, die Traumatologie und die Augenklinik.

Kurzfristig konnte Klaus-Dieter John, Gründer des Spitals Diospi Suyana, für einen Vortrag in Wil eingeladen werden. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, seinen Bericht über die Entstehung dieses Spitals in den Anden mitzuerleben. Der Eintritt ist frei.

Klaus-Dieter John erzählt am Sonntag, 20. März, ab 19:30 Uhr in der Freien Evangelischen Gemeinde Wil an der Hubstrasse 18 (1. Stock der Hauptpost). www.diospi-suyana.org.