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Das Gesetz ist nicht kontrollierbar

Leinenpflicht für Hunde Ausgabe vom 4. Juni 2016

Mit aller Kraft und in Windeseile hat es die Stadt Wil geschaffen, viele Reglemente nach der Fusion von Wil mit Bronschhofen und Rossrüti anzupassen. Das wird dann im Geschäftsbericht als wahre Leistung aufgeführt werden.

Nun wurde auch das Polizeireglement an der letzten Parlamentssitzung genehmigt und neu werden wir einen Leinenzwang für Hunde haben. Was nützt denn der Leinenzwang und wie wird dieser allen Hundehaltern und Besuchern der Stadt Wil mitgeteilt? Übrigens: mit den leiden Rollleinen passieren viele Unfälle, weil Hundehalter damit kaum umgehen können.

Ich bin als Hundehalter nicht generell gegen eine Leinenpflicht. Aber wir werden erfahren, dass ein solches Gesetz nicht kontrollierbar ist. Die Polizei hat sicher andere Prioritäten und eine Geldeinnahmequelle wird dieses Gesetz nicht werden. Andere Gemeinden haben solche Gesetze inzwischen teilweise wieder rückgängig gemacht. Wir kennen sonst noch Gesetze, die uns Wilern viel Geld gekostet haben und nicht kontrolliert werden oder auch kaum kontrollierbar sind. Zum Beispiel die 30er-Zone. Viel Geld ist für Markierung und Steelen ausgegeben worden. Die Geschwindigkeit von 30 km/h wird nur dürftig eingehalten. Autos fahren nach wie vor mit 40 und 50 km/h durch die Quartiere. Eine Verkehrsberuhigung ist in einigen Quartieren (Ölberg, Hofberg) nicht feststellbar. Selbst die Stadtbusse müssen mit hohen Geschwindigkeiten fahren, damit sie den Viertelstundentakt einhalten können. Ein 20-Minutentakt bei den Stadtbussen könnte die Situation etwas verbessern und es wären weniger Leerfahrten zu verzeichnen.

Nun haben Stadtrat und Stadtparlament neue Gesetze geschaffen. Jetzt wäre es mein Wunsch für die Zukunft einer prosperierenden Stadt Wil, dass wichtige Dinge an die Hand genommen und gelöst werden. Es gibt viel zu tun, wenn die Zukunft geplant und gemeistert werden soll. Zum Beispiel die Umsetzung einer Gesamtverkehrsplanung mit öffentlichem und individuellem Verkehr. Aber bitte Lösungen und nicht Hindernisse planen.

Frauenfeld und Arbon haben es geschafft und sind noch dran. Im Hinblick auf den kommenden Wahlherbst können die Kandidierenden in ihrer Propaganda dem Stimmvolk mitteilen, was aus ihrer Sicht für die nächsten Jahre prioritär an die Hand zu nehmen ist und wie sie es vollziehen würden.

Arthur Marty

Bergtalstrasse 19, 9500 Wil

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