Wer länger als fünf Stunden vor dem «Rössli» in Oberuzwil parkiert, muss künftig eine Busse zahlen

Die Gemeindebehörde hat auf dem Parkplatz vor dem Restaurant Rössli das Parkieren eingeschränkt. Wer sich nicht an die neuen Auflagen hält, der muss mit einer Busse rechnen.

Philipp Stutz
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Eine Busse droht, wenn die Parkzeitbeschränkung missachtet wird. (Bild: Phillipp Stutz)

Eine Busse droht, wenn die Parkzeitbeschränkung missachtet wird. (Bild: Phillipp Stutz)

Anwohner hatten ihr Auto auf dem «Rössli»-Parkplatz nicht selten tage- oder nächtelang parkiert. Dem hat die Behörde nun einen Riegel geschoben. Von Montag bis Samstag darf jeweils nur noch während der Dauer von maximal fünf Stunden parkiert werden. Und dabei muss eine Parkscheibe im Auto hinterlegt werden. Wer diese Zeitbeschränkung missachtet, kann mit einer Busse von bis zu 500 Franken belangt werden.

«Diese Parkplätze sollen für Mitarbeiter, aber insbesondere für Kunden der Gewerbebetriebe im Zentrum zur Verfügung stehen», sagt Gemeindepräsident Cornel Egger und fügt hinzu: «Dauerparkieren ist unerwünscht.» Die Parkplätze gehören der Gemeinde.
Wer sein Auto länger parkieren will, dem steht beispielsweise ein Parkplatz gegenüber dem Feuerwehrdepot zur Verfügung, wo man sein Gefährt bis zu 24 Stunden lang abstellen kann. Im Übrigen hat die Gemeinde Parkplätze in der neuen Tiefgarage zwischen der Alten Gerbi und der Clientis-Bank erworben und will diese zum Teil vermieten.

«Beinahe paradiesische Zustände»

Oberuzwil ist hinsichtlich des Parkierens in der Region so etwas wie eine Oase. Hier herrschen «beinahe paradiesische Zustände», wie sich das Gemeindeoberhaupt einmal scherzend ausgedrückt hat. Während umliegende Gemeinden die Parkplätze bewirtschaften und der Gebührenpflicht mittels Kontrollen strikt Nachachtung verschaffen, verhält es sich in Oberuzwil anders. «Der Gemeinderat hat sich gegen eine Gebührenpflicht ausgesprochen», betont Egger. Dies durchaus im Wissen, dass man damit nicht im Trend liege. Doch will die Exekutive mit diesem Grundsatz zur Belebung des Zentrums beitragen. Dort befinden sich unter anderem eine Bäckerei und Metzgerei, ein Dorfladen, Banken und weitere Dienstleistungsbetriebe. Deren Kunden sind auf Parkierungsmöglichkeiten angewiesen, ohne dabei das Portemonnaie hervorklauben zu müssen. «Wir haben Freude, wenn im Dorf etwas läuft», betont Egger.