Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Das Abenteuer seines Lebens: Der Zuzwiler Jérome Sieber fährt mit zwei Freunden in einem Schrottauto von Prag über 20'000 Kilometer nach Russland

Jérome Sieber aus Zuzwil startet am Sonntag mit Freunden an der Mongol Rally: Ein Rennen, das Abenteuer verspricht.
Gianni Amstutz
Sie starten auf eine Reise durch über 20 Länder mit dem Ziel Ulan Ude in Russland: der Zuzwiler Jérome Sieber und seine Teammitglieder Mitja und Manu (von links). Bild: PD

Sie starten auf eine Reise durch über 20 Länder mit dem Ziel Ulan Ude in Russland: der Zuzwiler Jérome Sieber und seine Teammitglieder Mitja und Manu (von links). Bild: PD

Az Baatar – mongolisch für Glücksritter – lautet der Teamname der drei Schweizer, die am Sonntag von Prag aus auf eine Rally in Richtung Russland starten. Und Glück werden der Zuzwiler Jérome Sieber und seine zwei Freunde, die alle soeben die Masterarbeit an der ETH eingereicht haben, brauchen.

Mit diesem Renault Twingo vom Schrottplatz will das Team Az Baatar über 20'000 Kilometer zurücklegen. (Bild: PD)

Mit diesem Renault Twingo vom Schrottplatz will das Team Az Baatar über 20'000 Kilometer zurücklegen. (Bild: PD)

Denn als gemeinsamen Abschluss ihrer Studienzeit nehmen sie an der Mongol Rally teil. Einem Rennen von Prag bis nach Ulan Ude, einer Stadt an der russisch-mongolischen Grenze. Die Strecke von über 20000 Kilometer legen die selbst ernannten Glücksritter aber nicht etwa in einem sportlichen, hochmotorisierten Auto zurück, wie das der Name Rally vermuten lässt. Im Gegenteil: Ihr metallener Esel stammt vom Schrottplatz. Damit das Ziel, die Mongolei zu erreichen, aber nicht völlig utopisch ist, wurde der Wagen mit Teilen anderer Autos ertüchtigt.

Durch den Iran und ins Grenzgebiet Afghanistans

Am Sonntag geht es los. Nach dem Start in Prag führt die Route, die jedes Team selbst wählen kann, via Balkan in die Türkei, den Iran, in das Grenzgebiet Afghanistans, bevor es via Kasachstan und Mongolei nach Russland geht. Mehr als 20 Länder werden sie während des Rennens gen Osten passieren.

Obwohl Rennen eigentlich das falsche Wort ist. Denn bei der Mongol Rally steht nicht etwa der Wettkampf, sondern das Abenteuer im Vordergrund. «Pannen sind auf den Schotterpisten mit diesem Auto eigentlich programmiert», sagt Jérome Sieber. Nur schon dadurch entstehe der Kontakt zu der lokalen Bevölkerung. Deren Kultur zu erleben und zu einem gegenseitigen Verständnis beizutragen, sei eines der Hauptziele des Road Trips.

Viele der Länder, die das Team Az Baatar durchqueren wird, sind nicht die klassischen Feriendestinationen. Eher tauchen sie abends in der Tagesschau auf, wenn von Verbrechen, Terror oder Krieg die Rede ist. Mulmige Gefühle haben Jérome Sieber und seine beiden Freunde deswegen aber nicht. Im Gegenteil: «Darum geht es doch. Wenn man offen auf die Leute zugeht, empfangen sie einen auch herzlich», ist Sieber überzeugt. Nur wenn man selbst in Kontakt mit den Menschen an Ort komme, könnten Vorurteile abgebaut werden.

Die Rally soll aber nicht nur ein Erlebnis für die Teilnehmer sein, sondern auch eine nachhaltige Wirkung erzielen. «Save the world» (Rette die Welt) lautet denn auch das Motto.

Eine Auto-Rally quer durch zwei Kontinente, die mit der Rettung der Welt wirbt? Klingt erst einmal widersprüchlich. Bleibt es wohl auch ein Stück weit. Alle Teilnehmer verpflichten sich aber dazu, inform von Sponsorengeldern mindestens 1000 Britische Pfund (entspricht 1230 Franken) an gemeinnützige Projekte zu spenden.

Die Hälfte davon geht an das Projekt «Cool Earth», das sich für die Erhaltung der Regenwälder einsetzt. Mit diesem Beitrag wird – ähnlich wie man das von Flugreisen kennt – sozusagen ein Ablassschein für den CO2-Ausstoss gekauft. Umweltfreundlich ist die Rally deswegen aber noch nicht.

Um fair zu sein: Die Autoreise in die Mongolei ist punkto CO2-Emmissionen immer noch besser als ein Flug an dasselbe Ziel. «Wir haben das sogar nachgerechnet», sagt Sieber.

Spendenziel erreicht, doch weiter am Sammeln

Mit dem restlichen Geld, das sie gesammelt haben, wollen die Glücksritter ein Berner Hilfswerk unterstützen, das sich in der Mongolei für bessere Bildungschancen einsetzt. Ihr Spendenziel von 1000 Franken für die beiden Projekte haben die drei Schweizer zwar bereits erreicht, sie hoffen jedoch, auf ihrer Fahrt noch mehr Geld generieren zu können.

Hinweis
Weitere Informationen zum Team Az Baatar unter: www.az-baatar.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.