Dank Zaubertinte ein Happyend

WIL. Das Hippigschpängschtli, welches durch das gleichnamige Lied von Peter Reber bekannt worden ist, wurde am Sonntag im Stadtsaal als Musical aufgeführt.

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Der König, der lieber ein Rockstar gewesen wäre, lässt sich von seinem Hof und vor allem von den mehreren Hundert Kindern im Stadtsaal feiern. (Bilder: Nadja Stricker Sanchez)

Der König, der lieber ein Rockstar gewesen wäre, lässt sich von seinem Hof und vor allem von den mehreren Hundert Kindern im Stadtsaal feiern. (Bilder: Nadja Stricker Sanchez)

Im Schloss Blumenfels sind alle in hellster Aufregung: Der goldene Schlüssel zur Schatzkammer ist verschwunden und alle fragen sich: Wer hat ihn gestohlen? Der weise Schlosshund hat schon bald einmal die zwielichtige Baronin Ziebenhopf in Verdacht, denn sie sieht ihren Sohn Olaf bereits als zukünftigen König. In einer mutigen Aktion gelingt es dem Hippigschpängschtli und dem Schlosshund Schlimmeres vom Königreich abzuwenden. Mit Zaubertinte trickst das quirlige Gespenst die miesepetrige Baronin aus.

Geheime Leidenschaft

Generationen sind mit den Liedern von Peter Reber aufgewachsen. Nun beginnt das Hippigschpängschtli seine Musical-Karriere. Am Sonntag verfolgten im Wiler Stadtsaal mehrere hundert Kinder in zwei Vorstellungen das Musical. Dieses basiert auf dem Buch von Oskar Weiss. Die Musicalversion nimmt sich jedoch die Freiheit, in einigen Szenen ihre eigene Fassung zu spielen.

So wird der König als verkappter Rockstar dargestellt, der zwischendurch seiner geheimen Leidenschaft nachgibt und einen Rocksong mit E-Gitarren-Begleitung ins Publikum schmettert.

Lebende Standuhr

Das Hippigschpängschtli beschwört seinen Zauber nicht etwa mit der althergebrachten Formel «Abakadabra» oder etwas ähnlichem, sondern singt die Hippie-Hymne «San Francisco» von Scott McKenzie.

Die Standuhr mit den rollenden Augen und den beweglichen Zeigern sowie die alte Ritterrüstung, die erst ganz am Schluss zum Leben erwacht, sind ebenfalls Elemente der Musicalversion, die in der ursprünglichen Geschichte nicht enthalten sind.

Die Vorführung kam bei den vielen Kindern und auch den Erwachsenen gut an. Nicht nur, dass sie auf des Königs Kommando applaudierten, sondern sie wollten den einzelnen Figuren auch mit ihren Zurufen helfen. (nas.)