Dank Kampf, Sonder und Stoob

Dem EHC Uzwil gelingt auswärts gegen den Tabellenvierten Chur etwas überraschend der erste Sieg nach fünf Niederlagen in Serie. Bei den Uzwilern zeigte Torhüter Ralph Sonder einmal mehr seine grosse Klasse.

Jan Brühwiler
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EISHOCKEY. Nach den ersten zwei Dritteln waren die Uzwiler mit ihrer knappen 1:0-Führung gut bedient. Das Schussverhältnis lautete zu jenem Zeitpunkt 29:17 zugunsten von Chur, und diese Zahl widerspiegelte auch die Spielanteile. Die Bündner waren über weite Strecken offensiv aktiver als der Gast aus dem Untertoggenburg. Doch Goalie Ralph Sonder hielt die Uzwiler Führung vor allem im zweiten Abschnitt teilweise mirakulös fest und wurde nach dem Spiel auch völlig zu Recht zum besten Spieler ausgezeichnet. Uzwil verteidigte im zweiten Drittel teilweise mit Händen und Füssen. Bestes Beispiel dafür war Dieter Frenzel, der sich unerschrocken in mehrere Schüsse des Gegners warf.

Mit viel Kampf

Relativ früh im Schlussdrittel passierte dann das scheinbar Unvermeidbare doch: Nach einem schnellen Angriff der Churer traf Bruderer zum Ausgleich. Uzwil zeigte sich jedoch unbeeindruckt vom Gegentreffer, konnte das Spiel nun ausgeglichen gestalten und kam mit Kontern immer wieder zu Chancen. Eine solche Möglichkeit nutzte Adrian Stoob in der 54. Minute zum 1:2. Stoob hatte jedoch noch nicht genug, blieb gleich auf dem Eis und holte nur 17 Sekunden später einen Penalty heraus. Der 23-Jährige versenkte souverän zur Vorentscheidung. In den letzten Minuten wurde es doch noch einmal spannend, Chur gelang der Anschlusstreffer, und die Bündner drückten weiter. Schliesslich stand sich das Heimteam aber selber im Weg. John musste wegen eines hohen Stocks knapp vier Minuten vor Schluss für den Rest des Spiels auf die Strafbank, und Uzwil hatte in Überzahl keine grössere Mühe, den Vorsprung zu verteidigen.

Erfreut, nicht überrascht

Trainer Bader zeigte sich nach dem Spiel zwar erfreut, nicht aber überrascht über den ersten Sieg seiner Mannschaft nach fünf Niederlagen: «Gegen die Spitzenteams waren wir diese Saison immer nahe am Sieg. Auch im letzten Spiel gegen Chur fehlte wenig zum Sieg. Grundlage für diesen Erfolg war natürlich die starke Torhüterleistung, aber die ganze Mannschaft hat taktisch und kämpferisch ein sehr starkes Spiel gezeigt.»

Chur – Uzwil 2:3 (0:1, 0:0, 2:2) Hallenstadion – 528 Zuschauer – Sr. Meier (Spring, Hungerbühler) Tore: 18. Fehlmann (Swart) 0:1, 43. F. Bruderer (Hemopo, Willi) 1:1, 53:53 Stoob (Fehlmann) 1:2, 54:10 Stoob (Penalty) 1:3, 57. Lüdi (Engler) 2:3. Strafen: 4mal 2 Min. gegen Chur, 2mal 2 Min. gegen Uzwil Uzwil: Sonder; Hiltebrand, Bischof; Frenzel, Hofer; Berweger, Sturzenegger; Fehlmann, Heid, Swart; Koch, Bucher, Stoob; Hohlbaum, Stüssi, Locher; Puntus, Bucher, Tius. Chur: Kindschi; Schwab, Engler; Koch, Durisch; Arpagaus, John; Lüdi, F. Bruderer, Willi; Holenstein, Hemopo, Schlegel; Di Biase, Y. Bruderer, Ehinger. Bemerkungen: 46. verschossener Penalty Chur (Di Biase), 60. Time-out Chur, Chur ab 59:30 ohne Goalie, Chur u. a. ohne Scherrer (Absprache mit Uzwil), Uzwil ohne Elsener und Klopfer (verletzt) und ohne Partnerspieler.

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