Daniel Stutz wird erst nächstes Jahr Bus-Verwaltungsrat

Der Wiler Stadtrat hätte dieses Jahr Christoph Häne als Vertreter der Region Wil im Verwaltungsrat der Bus Ostschweiz AG ablösen sollen. Die Coronakrise führt nun zu einer Verzögerung.

Ruben Schönenberger
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Die Bus Ostschweiz AG, zu der auch Wil Mobil gehört, hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich.

Die Bus Ostschweiz AG, zu der auch Wil Mobil gehört, hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich.

Bild: PD

Eigentlich war der Wechsel aufgegleist und hätte an der diesjährigen Generalversammlung stattfinden sollen: Der Wiler Stadtrat Daniel Stutz hätte Christoph Häne im Verwaltungsrat der Bus Ostschweiz AG als Vertreter der Region Wil ablösen sollen.

Muss noch ein Jahr auf die Wahl in den Verwaltungsrat der Bus Ostschweiz AG warten: Daniel Stutz.

Muss noch ein Jahr auf die Wahl in den Verwaltungsrat der Bus Ostschweiz AG warten: Daniel Stutz.

Bild: PD

Doch die Coronakrise führt nun zu Verzögerungen. Die Einarbeitung eines neuen VR-Mitglieds sei wegen dieser Krise schwierig. Die nun gegebene Kontinuität im Gremium erlaube auch eine Bündelung der Ressourcen, schreibt das Unternehmen, zudem auch Wil Mobil gehört.

Auch das Präsidium wechselt erst 2021

Ebenso hätte an der diesjährigen Generalversammlung der Verwaltungsratspräsident Hans Frei das Zepter an Daniel Wild, den CEO der Klinik Littenheid, weitergeben sollen. Auch diese Änderung wird vertagt. «Diese Verschiebung des Wechsels um ein Jahr wurde von Daniel Wild aufgrund der aktuellen Herausforderungen in der Gesundheitsbranche angeregt, da er als CEO der Klinik Littenheid dabei sehr stark gefordert ist», schreibt die Bus Ostschweiz AG.

Die Aktionärinnen und Aktionäre entsprachen dem Vorschlag des Verwaltungsrat und stimmten auf schriftlichem Wege – auch die Versammlung fiel dem Coronavirus zum Opfer – dafür, das Gremium unverändert zu lassen. Die 98 Aktionärinnen und Aktionäre, die von ihrem Recht Gebrauch machten, sagten fast ausschliesslich Ja dazu, lediglich 30 der insgesamt 2093 Stimmen enthielten sich.

Wil Mobil mit mehr Fahrgästen

Ebenso gutgeheissen wurden Rechnung und Jahresbericht 2019. Das Unternehmen kann auf ein gutes Jahr zurückschauen. Konzernweit stieg die Fahrgastzahl gemäss Angaben der Firma um sieben Prozent auf rund neun Millionen.

Zu diesem Resultat trug auch Wil Mobil bei. «Im Raum Wil konnte die 2018 erlebte Stagnation (Stadtbuslinien) respektive der leichte Frequenzrückgang (Regionallinien) behoben werden», schreibt das Unternehmen. Bei den Stadtbuslinien beträgt der Anstieg sieben Prozent, bei den Regionallinien vier Prozent.

Neue Linie ins Industriegebiet Stelz könnte sich verzögern

Ebenfalls erfreut zeigt sich Bus Ostschweiz, dass die Firma die Ausschreibung des Kantons St.Gallen für die neue Linie 731 in Wil gewonnen hat. Diese soll im Dezember dieses Jahres in Betrieb gehen, «allerdings haben PostAuto und Regiobus gegen die Vergabe Beschwerde eingereicht, so dass im Moment noch nicht klar ist, ob diese zum geplanten Zeitpunkt erfolgen kann».

Wil Mobil plant, die bisherige Linie 732 von Gähwil über Kirchberg nach Wil neu über die Wilen- und die Glärnischstrasse statt über die Toggenburgerstasse zu führen. Über letztere würde die neue Linie 731 führen, die das Industriegebiet Stelz erschliessen soll.

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