Dampfbahn Furka-Bergstrecke

niederuzwil. Der Männer- Apéro findet im evangelischen Kirchgemeindehaus statt, und zwar am Dienstag, 22. März, um 15.30 Uhr. Referent ist Dietrich Hämmerli, Niederuzwil.

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niederuzwil. Der Männer- Apéro findet im evangelischen Kirchgemeindehaus statt, und zwar am Dienstag, 22. März, um 15.30 Uhr. Referent ist Dietrich Hämmerli, Niederuzwil.

Ein kurzer Vortrag mit Reisebericht zeigt den Aufwand für die Beschaffung geeigneter Dampflokomotiven als einen der vielen Schritte bis zur Vollendung der historischen Eisenbahnstrecke. Mit der Wiedereröffnung des letzten Abschnitts zwischen Gletsch und Oberwald am 12. August 2010 rollen die Reisezüge der Dampfbahn Furka-Bergstrecke (DFB) erstmals seit mehr als einem Vierteljahrhundert wieder über die gesamte klassische Route des «Glacier-Express» vom Urserental ins Goms. Nach der Inbetriebnahme des Basistunnels zwischen Realp und Oberwald im Jahr 1982 sollte dieses nur in den Sommermonaten befahrbare, touristische und eisenbahntechnische Herzstück der ehemaligen Furka-Oberalp-Bahn (FO) dem Abbruch und Zerfall preisgegeben werden. Eisenbahn-Enthusiasten und Bergbegeisterte vollbrachten in mehr als 28-jähriger, mühsamer Aufbauarbeit das anfänglich von vielen für unmöglich Gehaltene: Sie retteten die Furka-Bergstrecke, holten deren ursprüngliche, nach dem Zweiten Weltkrieg nach Vietnam verkaufte Dampflokomotive in die Schweiz zurück und trotzten der Natur erneut die von Lawinen, Hochwassern, Steinschlägen und Erdrutschen ständig bedrohte, 17,8 km lange Strecke ab. Tausende freiwillige Helfer haben in den letzten Jahren als Fronarbeiter an der etappenweisen Wiederherstellung der Gleise und Zahnstangen, an der Revision und am Unterhalt der Lokomotiven und Wagen sowie im jährlichen Betrieb mitgearbeitet. Abertausende unentgeltlich geleistete Arbeitsstunden und Spenden von Freunden und Gönnern ermöglichen es, dem Reisenden wieder das einmalige Erlebnis einer Bahnfahrt über die kontinentale Wasserscheide und entlang des Rhonegletschers zu bieten. Die Furka-Bergstrecke ist inzwischen nicht weniger zum «Renner» im Tourismusangebot der Schweiz geworden als der «Glacier-Express». (pd.)

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