Da Lust, dort Frust

Was ist nur mit dem FC Henau los? Die Mannschaft von Trainer Marku kehrte am Sonntag mit einer 5:1-Packung aus Eschenbach nach Hause. Dafür brillieren andere Teams aus der Region.

Urs Nobel
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FUSSBALL. In den vergangenen Jahren gehörte der FC Henau stets zu den Aufstiegsfavoriten in die 2. Liga und scheiterte zweimal nur knapp an diesem Ziel. Jetzt belegt die Mannschaft nach fünf Meisterschaftsspielen abgeschlagen den letzten Tabellenrang. Direkt vor dem FC Henau rangiert ist das Team der Uzwiler Serben. Diese haben jedoch die zweite Partie hintereinander gewonnen und liegen nur gerade drei Punkte hinter dem Zweiten. Ebenfalls über sechs Punkte verfügt der FC Münchwilen, der in seinem Heimspiel beim 2:2 dem Leader Rapperswil-Jona Punkte abknöpfen konnte. Kirchberg, Flawil und Bronschhofen kommen bereits auf drei Erfolgserlebnisse in dieser Saison und grüssen von den Rängen zwei, drei und vier.

SC Aadorf – FC Kirchberg

Der FC Kirchberg zeigte in Aadorf zwar eine deutlich verbesserte Leistung im Vergleich zum Cupspiel gegen denselben Gegner auf demselben Platz. Vor allem in der zweiten Halbzeit sah sich jedoch das Team aus dem Alttoggenburg für seine Überlegenheit schlecht belohnt. Die Tore – Chancen waren vorhanden – wollten einfach nicht fallen. Im strömenden Regen entwickelte sich von Beginn weg ein intensives Spiel. Die Kirchberger versuchten früh zu stören und Aadorf so am Spielaufbau zu hindern. In der siebten Minute verlängerte Ramdani einen der vielen weiten Bälle mit dem Kopf, und zwei Pässe später führte Aadorf 1:0. Dies war bereits das Halbzeitresultat. Nach Wiederanpfiff änderte sich das Spielgeschehen. Aadorf gab das Spiel völlig aus der Hand. Eine Viertelstunde vor Schluss fiel der Ausgleich. Stadler verwandelte einen Penalty sicher. Mit der ersten richtigen Torchance in der zweiten Halbzeit entschied Aadorf das Spiel jedoch für sich. Nach schönem Zuspiel in die Tiefe startete Ziegler durch und bezwang Jenny mit einem Schlenzer. Wenig später pfiff der Schiedsrichter die attraktive Partie ab.

FC Kirchberg: Jenny; De Salvador (45. Brigante), Maager, Dal Molin, Gähwiler; Zerres (60. P. Schönenberger), Nushi, Stadler, Grauso; Hollenstein, Gjoni.

Schmerikon - SC Bronschhofen

Bronschhofen zeigte in seinem Wochentagsspiel eine starke Reaktion auf die ungenügende Leistung gegen den FC Uzwil. Trotz numerischer Unterzahl während 50 Minuten siegte die Truppe von Trainer Urs Stauffacher 3:2. Das Heimteam übernahm wie erwartet das Spieldiktat. Bronschhofen konnte sich aber schon in der Anfangsphase immer wieder gut und gefällig lösen. Kaiserilioglu sorgte mittels Elfmeter für eine nicht unverdiente Führung. Das Heimteam blieb jedoch spielbestimmend, und nach einem Vorstoss über die rechte Seite hiess es 1:1. Mit diesem Resultat ging es auch in die Pause. Die zweite Hälfte hatte kaum begonnen, da lachte Bronschhofen erneut das Glück. Ein Eigentor führte zur neuerlichen Führung, die Kliebens zehn Minuten später noch ausbaute. In der 85. Minute wurde noch der Anschlusstreffer Tatsache, am Sieg des SC Bronschhofen änderte dieser Treffer aber nichts mehr.

SC Bronschhofen: Schlegel, Ott, Kaiser, Cavegn, Herr, Näf (63. Qerfozi), Dornbierer, Kliebens, Flammer, Bortoluzzi (67. Hanselmann), Kaiserilioglu (78. Zängerle).

FC Flawil – FC Bütschwil

Mit dem 4:1-Sieg machte sich die erste Mannschaft des FC Flawil zum Abschluss des 100-Jahr-Jubiläums das Geschenk gleich selber. Auch in dieser Höhe war der Sieg absolut verdient und bringt den FC Flawil in der Rangliste wieder in die Spitzengruppe.

Hellwach starteten die Einheimischen in dieses 100-Jahr-Jubiläumsspiel. Nach zwei Zeigerumdrehungen dribbelte sich Baftiaj durch den gegnerischen Strafraum und traf mit seinem Flachschuss zur frühen Führung. Auch nach diesem Vorsprung besassen die Untertoggenburger in der ersten halben Stunde mehr Spielanteile, bauten aber vor der Pause markant ab. So kamen die Gäste auch zu ihren wenigen Chancen. In der 37. Minute brauchte es das ganze Können von Torhüter Lenz, um einen vielversprechenden Abschluss von Gerig zu parieren.

Kaum war nach dem Seitenwechsel das Spiel wieder freigegeben, traf Spielertrainer Nushi zum überraschenden Ausgleich. Die Reaktion des Teams von Trainer Ivo Nater liess aber nicht lange auf sich warten. Genau nach einer Stunde brachte Rütsche nach einem herrlich vorgetragenen Angriff die Einheimischen wieder in Führung. Zwei Minuten später erhöhte Jakelj auf 3:1, was die Vorentscheidung bedeutete. Baftiaj realisiert mit seinem zweiten persönlichen Treffer das 4:1, was gleichzeitig das Schlussresultat bedeutete. Der FC Flawil belegt neu wieder den dritten Tabellenrang.

FC Flawil: Lenz; Stäbler, Häberlin, Ferati, Maurer; Cokolli, Khangsar, R. Chiavuzzi (46. Edipi), Rütsche (78. Curaba); Jakelj, Baftiaj.