CVP schickt Hans Mäder
ins Rennen ums Wiler Stadtpräsidium

Der Eschliker Gemeindepräsident will Stadtpräsident von Wil werden. Die CVP-Ortspartei  schlägt ihren Mitgliedern die Nomination des 62-Jährigen vor. Bis zum 22. Mai haben diese nun Gelegenheit, den Vorschlag des  Vorstands und der Findungskommission zu bestätigen. 

Andrea Häusler
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Der Eschliker Gemeindepräsident Hans Mäder stellt sich der Wahl zum Wiler Stadtpräsidenten.

Der Eschliker Gemeindepräsident Hans Mäder stellt sich der Wahl zum Wiler Stadtpräsidenten.

Olaf Kuehne

Die FDP hatte ihre Karten bereits am Donnerstag auf den Tisch gelegt. Der Vorstand der Ortspartei schlägt seinen Mitgliedern Stadtrat Daniel Meili als Nachfolger von Stadtpräsidentin Susanne Hartmann vor. Gestern zog nun die CVP-Parteileitung nach. Deren erklärtes Ziel ist es, das Stadtpräsidium in den eigenen Reihen zu halten.  Richten soll es der Eschliker Gemeindepräsident Hans Mäder. «Eine ausgewiesene, kompetente Persönlichkeit mit einem engen Bezug zur Stadt Wil», wie CVP-Präsident Franklin Munishi sagt.

Seine Erfahrung und sein Leistungsausweis seien überzeugend. Journalist, Staatswissenschaftler, Unternehmensentwickler, Informatik-Koordinator, Geschäftsleiter und Politiker – der 62-Jährige punktet mit Sach- und Fachkenntnissen in unterschiedlichsten Bereichen. Hans Mäder ist in Wil geboren und aufgewachsen. Vor 18 Jahren zog er nach Eschlikon, wo er seit 2015 als Gemeindepräsident tätig ist. Mäder ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder.

Keine Veränderung ohne echten Neubeginn

 Mäder ist 1958 geboren, wird also noch vor Ablauf der ersten Legislatur von Parlament und Stadtrat das Pensionsalter erreichen. «Der Jahrgang», sagt Franklin Munishi, «ist für dieses Amt kein Kriterium.» Es zählten die Persönlichkeit und die Qualifikation. Ausserdem sei der Mann der FDP, Daniel Meili, nur wenige Monate jünger. Mäder habe ausserdem zugesichert, dass er mindestens seine erste Amtsdauer abschliessen würde.

Der Urwiler aus dem Tannzapfenland hatte sich nicht von sich aus um die Kandidatur beworben, sondern war von der Findungskommission der CVP angefragt worden. «Wir suchten eine ausgewiesene Persönlichkeit, die nach der Ära Hartmann einen echten Neubeginn ermöglicht. Eine Veränderung, die mit der Wahl eines Bisherigen, eines amtierenden Stadtrats, nicht erreicht werden kann.»

Beat Gisler soll Stadtrat werden

Beat Gisler soll der CVP den zweiten Stadtratssitz sichern.

Beat Gisler soll der CVP den zweiten Stadtratssitz sichern.

Bild: PD

Das Stadtpräsidium soll, das ist die erklärte Absicht der Parteileitung, weiterhin in den Händen der CVP bleiben. Gleichzeitig sei die Zeit reif für einen zweiten Sitz im Stadtrat, sagt Franklin Munishi. Diesen soll sich der Bronschhofer Treuhänder und Wirtschaftsprüfer Beat Gisler sichern. Gisler ist Vizepräsident der CVP Wil und wohnt seit 20 Jahren in Bronschhofen, wo er auch als Schulrat tätig war. Seit 17 Jahren steht er im Dienst der Kriminalpolizei Thurgau – seit drei Jahren als Wirtschaftsermittler.

«Er ist ein Macher und mit seinen analytischen Fähigkeiten für dieses Amt geradezu prädestiniert», sagt Munishi und ergänzt: «Kaum sonst jemand hatte im Laufe seiner beruflichen Karriere so oft die Möglichkeit, in die unterschiedlichen Unternehmen Einblick zu nehmen.»

Entscheidungsfrist bis 22. Mai

Wie die Kandidaten der FDP, sind auch jene der CVP nur Nominationsvorschläge. Da eine ordentliche Nominationsversammlung derzeit nicht möglich ist, können die CVP-Parteimitglieder ihre Stellungnahmen bis 22. Mai schriftlich abgeben. Die Kandidaturen müssen bis zum 29. Juni bei der Stadtkanzlei eingereicht sein. Gewählt wird am Sonntag, 27. September.