CVP befürwortet Gemeindeverwaltung

Das Resultat war eindeutig: an der Hauptversammlung der CVP-Uzwil wurde die Ja-Parole für das Gemeindehaus an der Lindenstrasse gefasst. Die Partei will sich mit Vehemenz für eine zentrale Gemeindeverwaltung einsetzen.

Kathrin Meier-Gross
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Bedankten sich: Benno Gmür (links) und Bruno Cozzio sprachen der zurückgetretenen Gemeinderätin Rita Bischofberger (zweite von rechts) und der ehemaligen Schulrätin Andrea Waldesbühl ihren Dank aus. (Bild: kmg.)

Bedankten sich: Benno Gmür (links) und Bruno Cozzio sprachen der zurückgetretenen Gemeinderätin Rita Bischofberger (zweite von rechts) und der ehemaligen Schulrätin Andrea Waldesbühl ihren Dank aus. (Bild: kmg.)

NIEDERUZWIL. Die CVP hatte für ihre HV ein reichbefrachtetes Programm vorgesehen. Nach dem Imbiss im «Ochsen» stellte Lukas Schmucki seine Aufgabe als CVP-Parteisekretär vor. Danach informierte Gemeindepräsident Lucas Keel (CVP) über das am 28. April zur Abstimmung stehende Gemeindehaus Lindenstrasse. Um etwas Geld in die CVP-Kasse zu bringen, wurden nach den Traktanden Lottokarten ausgeteilt.

Es besteht Handlungsbedarf

Nach gut 15 Monaten im Amt kenne er die Uzwiler Gemeindeverwaltung in- und auswendig, sagte Keel und fügte an: «Es besteht Handlungsbedarf.» Jährlich suchten gut 40 000 Menschen die Verwaltung auf. Der Zugang sei für Menschen mit Behinderung schwierig, Diskretion nicht gewährleistet. Viele Unzulänglichkeiten könnten zwar dank dem guten Mitarbeiterteam kompensiert werden. Eine zentralisierte Verwaltung würde die Prozessorganisation erleichtern und den Mitarbeitern mehr Sicherheit bieten. Keel zeigte auf, dass langfristig gesehen ein neues Gemeindehaus günstiger wäre als die Option Mieten. Die Verwaltung arbeite effizient, aber es bestehe Nachholbedarf. «Wir müssen aus der Vergangenheit aufholen und in die Zukunft investieren.» Das geplante Verwaltungszentrum werde kein Luxusbau, sondern ein zweckmässiges und langlebiges Gebäude, das die Minergie-P-Kriterien erfülle. Nach Keels Ausführungen zeigten sich die CVPler vom Projekt überzeugt. Fragen wurden keine gestellt.

Präsident dank Keel

Präsident Benno Gmür rief in seinem Bricht das spannende Wahljahr in Erinnerung. «Schade ist, dass Uzwil, die fünftgrösste Gemeinde im Kanton, keinen Kantonsrat mehr stellt.» Allen Kandidaten sprach Gmür seinen Dank aus für ihr Engagement. Leider habe der Wahlmarathon die Kasse arg strapaziert. An Lucas Keel gerichtet, meinte Gmür: «Du bringst frischen Wind in die Gemeinde, die Kommunikation ist offen. Besten Dank für Deine Arbeit zum Wohle Uzwils.» In globo wiedergewählt wurde der fünfzehnköpfige Vorstand. Neu kommen Renate Graf und Hansruedi Bannwart dazu. Schwerpunkte im Jahr sind die Suche nach Neumitgliedern, der Einsatz für die neue Gemeindeverwaltung und die Organisation der Neujahrsbegrüssung für den Wahlkreis Wil im Kundencenter der Bühler AG.

Rita Bischofberger verdankt

Als hartnäckige und konstruktive Kämpferin beschrieb Gemeinderat Bruno Cozzio seine langjährige Gefährtin Rita Bischofberger, die 1994 als erste Frau in den Rat gewählt worden war. In seiner Laudatio zeigte Cozzio einen Querschnitt der Themen, mit denen sich die Ende 2012 Zurückgetretene befasst hatte: Einweihung umgebauter Bahnhof, Aufstockung Realschule, Jugendtreff, Mittagstisch, 1250 Jahre Henau/Uzwil, Energiestadt. Sie habe es gerne gemacht und in der Partei Rückhalt gefunden, versicherte Rita Bischofberger. Andrea Waldesbühl wurde für ihre sechseinhalb Jahre als Schulrätin verdankt. Peter Steiger gibt aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Revisor ab. Als Ersatz wurde Erich Wagner gewählt.

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