Curling geniesst erste Priorität

Heute beginnt der Swiss Cup in Basel, das zweite Turnier der Curling Champions Tour. Neben den Kaderteams Adelboden, Genf und Zug nehmen elf weitere Schweizer Teams teil. Darunter auch Uzwil mit seinem Skip Roman Ruch.

Urs Nobel
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Das Team CC Uzwil bestreitet ab heute das erste wichtige Turnier in dieser Saison. (Bild: pd)

Das Team CC Uzwil bestreitet ab heute das erste wichtige Turnier in dieser Saison. (Bild: pd)

CURLING. Für den CC Uzwil wird es das dritte Turnier in dieser Saison sein, das erste allerdings, an dem die Spieler ihre Möglichkeiten ausschöpfen und feststellen wollen, wo sie im Vergleich zu ihrer Konkurrenz stehen. Am Sommerturnier in Wildhaus wurden die Untertoggenburger Zweite, vor Wochenfrist in Basel Dritte. Im Verlauf der nächsten vier Tage treffen die Uzwiler aber auf Gegner aus der ganzen Welt. An einem international ausgeschriebenen WCT-Turnier nimmt die gesamte Weltelite teil: Weltmeister, Europameister, Olympiasieger.

Ein gefestigtes Team

Gemäss Skip Roman Ruch ist sein Team gut vorbereitet: «Wir haben in diesem Jahr früher mit dem Eistraining begonnen.» Sein Team hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Ihm gehören in dieser Saison Michael Devaux (Baden), Fabian Schmid (St. Gallen), Felix Bader (Basel) sowie Rolf Bruggmann (Uzwil) an. Über einen Trainer verfügen die Uzwiler nicht. Diesen Part übernimmt der Skip selber. Er ist aber dankbar, dass der Nationaltrainer Al Moore sein Team an Wochenenden gelegentlich unterstützt.

Ziel Finalrunde

Das Team Ruch vom CC Uzwil spielt bereits das dritte Jahr in der Nationalliga A. In der vergangenen Saison wurde der CC Uzwil Achter, unbefriedigend für Ruch und sein Team. Dieses Jahr wollen die Untertoggenburger unter die ersten sechs kommen, was gleichbedeutend mit der Teilnahme an der Finalrunde um den Schweizer Meistertitel wäre. Dafür trainieren der Skip und seine Mitspieler zweimal in der Woche. Einmal (Dienstag) gemeinsam in Uzwil, einmal individuell. Viel geändert hat sich in der Vorbereitung mit Ausnahme des früheren Eistrainings aber nicht. «Aber, wir haben uns ein Ziel gesetzt und trainieren mehr gemeinsam. Bei der Turnierauswahl haben wir zudem darauf geachtet, auf möglichst viele starke Gegner zu stossen, um regelmässig gefordert zu werden und somit Fortschritte erzielen zu können.» Das Spiel der Uzwiler soll in dieser Saison vor allem präziser werden», gibt Roman Ruch die Marschroute vor, die bereits an diesem Wochenende ihre Gültigkeit haben soll. «An der Spitze machen Kleinigkeiten den Unterschied aus.»

Keine Selbstverständlichkeit

Dass Roman Ruch und sein Team als Curling Club Uzwil starten, gefällt natürlich auch dem Präsidenten Marc Stäheli. In Anbetracht dessen, dass drei der fünf Spieler von auswärts kommen, könnte die Truppe auch unter dem Namen eines anderen Vereins starten. «Es hat zum einen den Grund darin, dass ich eine persönliche Verbindung zum Verein pflege, dass wir die nötigen Freiheiten im Clubleben geniessen und dass wir über Eis verfügen dürfen, um zu trainieren», erklärt der Skip. «Wir kommen finanziell zwar für fast alles selber auf. Aber wir dürfen auf Meisterschafts-Beiträge zählen und auf die zusätzliche Hilfe des Gönnervereins.» Als Anmerkung: der Turniereinsatz für Basel mit garantierten vier Spielen während drei Tagen kostet 1000 Franken.

Mehrheitlich in der Schweiz

Das Team des CC Uzwil wird nebst der Meisterschaft an drei WCT-Anlässen in der Schweiz teilnehmen und einmal in Schottland (Edinburgh) ein Turnier bestreiten. Um dieses Programm zu bewältigen, bedarf es von den Spielern auch Entbehrungen. «Wir setzen unsere Prioritäten im Winter klar auf Curling. Nebst der Arbeit, der wir nachgehen. Manchmal ist dies nicht einfach. Doch Organisation ist alles», schmunzelt der Bankfachmann, der in St. Gallen bei einer Privatbank arbeitet. «Ferien müssen aber auch sein. Jeweils im Frühling und im Herbst begebe ich mich an die Wärme für Badeferien.»

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