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Curling: Das Uzwiler Frauenteam steht immer unter Beobachtung

Die Equipe mit Ursi Hegner Michèle Jäggi, Claudia Baumann und Nina Ledergerber zeigt seine bisher beste Saison. Beim Länderturnier in China erreicht die Equipe den Final. Der Grossanlass bleibt der 32-jährigen Hegner nicht nur deshalb besonders in Erinnerung.
Tim Frei
Erfolgreicher Saisonstart: Skip Ursi Hegner (Mitte) schiebt das Damenteam Uzwils beim Worldtour-Turnier in Tallinn zum Sieg. (Bild: PD)

Erfolgreicher Saisonstart: Skip Ursi Hegner (Mitte) schiebt das Damenteam Uzwils beim Worldtour-Turnier in Tallinn zum Sieg. (Bild: PD)

Die vier Frauen sind zwar schon viel herumgekommen. Doch so etwas haben Ursi Hegner, Michèle Jäggi, Claudia Baumann und Nina Ledergerber im Curlingzirkus noch nie erlebt: Mit Gewehren bewaffnete Polizisten vor und im Hotel – beim Weltcup-Turnier in der chinesischen Grossstadt Chongqing scheinen die Veranstalter nichts dem Zufall zu überlassen.

Verwunderlich ist das nicht, sind sie doch für die Austragung der Curling-Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking verantwortlich. Die Polizisten waren im gleichen Hotel wie alle Athleten untergebracht und liessen diese nie aus den Augen. Die Uzwilerin Ursi Hegner sagt:

«Wo wir auch hinwollten, wir wurden immer von einer Person begleitet».

Am Anfang sei das komisch gewesen, sie hätten sich beobachtet gefühlt. «Doch mit der Zeit haben wir uns daran gewöhnt», so die 32-Jährige.

Auch vor dem Stadion war die Polizei präsent

Eine echte Gefahr bestand nicht. Hegner vermutet, dass die Veranstalter die Athleten in dieser grossen Stadt nicht verlieren wollten und deshalb ein so grosses Polizeiaufgebot stellten.

Auch vor dem Stadion waren die Polizisten präsent – um den Athleten nach der fünfminütigen Carfahrt den Weg in die Eishalle zu zeigen.

30000 Franken gewonnen

In Sachen Preisgeld und Zuschauerinteresse betrat das Frauenteam des Curling Clubs Uzwil ebenfalls Neuland. Als zweitplatziertes Team, das im Final an Russland gescheitert war, erhielt es 30000 des mit 100000 Franken dotierten Turniers. Bei Anlässen in der Schweiz beträgt das gesamte Preisgeld rund 15000 Franken.

Die Eishalle in Chongqing mit einem Fassungsvermögen von 15000 Zuschauern war jeweils zur Hälfte gefüllt. Auch hier ein grosser Unterschied zu Turnieren in der Schweiz mit bis zu 200 Zuschauern.

So viele Punkte wie noch nie

Der zweite Platz in China ist der grösste Saisonerfolg für Skip Ursi Hegner und ihr Team. Bereits mit dem Turniersieg in Tallinn zum Saisonstart und Rang drei in Basel hatte es die Equipe aufs Podest geschafft.

Schon jetzt ist die Saison ein Erfolg, hatte die aktuelle Weltnummer 37 zu diesem Zeitpunkt doch noch nie so viele Weltcup-Punkte auf ihrem Konto. «Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf», sagt Hegner.

Medaille an Schweizer Meisterschaften als Ziel

Weshalb es der Nummer vier der Schweiz so gut läuft, weiss Hegner nicht. Sie sagt:

«Womöglich spielt es eine Rolle, dass der Trainerstaff uns neu an die Turniere begleitet».

Bei den Schweizer Meisterschaften im Februar 2019 strebt das Frauenteam Uzwils eine Medaille an. Setzt es seinen Lauf fort, sind die Chancen dazu intakt. Sicher ist: Die Equipe wird dann erneut unter Beobachtung stehen – nicht von der Polizei, aber von der Konkurrenz.

Nächstes Turnier steht an

Am Wochenende spielt das Uzwiler Frauenteam im schottischen Perth um weitere Punkte.

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