Curlerinnen erzwingen EM-Teilnahme vor Gericht

UZWIL. Am Donnerstagnachmittag hat das Landgericht München zu Gunsten vom Team Schöpp (mit Kerstin und Lisa Ruch aus Wolfertswil) und gegen den Deutschen Curling-Verband entschieden.

Urs Nobel
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UZWIL. Am Donnerstagnachmittag hat das Landgericht München zu Gunsten vom Team Schöpp (mit Kerstin und Lisa Ruch aus Wolfertswil) und gegen den Deutschen Curling-Verband entschieden. Das Team Andrea Schöpp hatte sich in der Qualifikation hinsichtlich einer EM-Teilnahme durchgesetzt und hätte eigentlich Deutschland vertreten sollen. Aus verschiedensten Gründen wurde aber nicht das Team des SC Riessersee, sondern jenes des CC Füssen nominiert. Die Teamleaderin Andrea Schöpp hat die Teilnahme nun gerichtlich erzwungen und Recht bekommen.

Das Gericht in Kempten wies den Deutschen Curling-Verband unter Androhung eines Zwangsgeldes in der Höhe von einer Viertelmillion Euro an, das Team der 49jährigen Schöpp zu nominieren und an die Europameisterschaft in der Schweiz zu entsenden.

Somit sind die beiden Schwestern, die beide im Besitz des deutschen Passes sind, gestern früh um 5.30 Uhr nach Champéry abgefahren, um noch rechtzeitig am offiziellen Team-Meeting der ab diesem Wochenende stattfindenden Europameisterschaft anwesend zu sein. Das erste Spiel wird heute Samstag um 15 Uhr gegen Schweden ausgetragen.