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Cupsieg verteidigt: Uzwil hat weiterhin die besten Juniorinnen des Landes

Ob in der Ostschweiz oder gar auf nationaler Ebene: Die Juniorinnen des FC Uzwil gewinnen Pokal um Pokal. Der Verein hat sich in der Region Wil zur Nummer 1 im Frauenfussball entwickelt. Das Wohl der Mädchen ist dabei wichtiger als der Erfolg des Klubs.
Simon Dudle

Am Cupfinal-Tag in Niederbipp war wie schon im Vorjahr ein Penaltyschiessen nötig, um den Sieger zu ermitteln. Da dieses in extremis gewonnen wurde, dürfen sich die Uzwiler Juniorinnen weiterhin bestes Team des Landes nennen. «Das war eine echte Willensleistung. Die mannschaftliche Geschlossenheit machte es aus. Dabei waren wir im Final mit einem Eigentor noch in Rückstand geraten», sagt Uzwils Vereinspräsident Jürg Atz. Es brachen schliesslich alle Dämme und Tränen flossen.

Eine eigene Sektion im FC Uzwil

Dabei wird der Gewinn von Trophäen langsam aber sicher zur Routine. Es war bereits der vierte Cupsieg der Uzwilerinnen innerhalb von etwas mehr als nur einem Jahr. Neben den beiden Erfolgen am nationalen Cupfinal hatten sie sich auch zweimal in Folge den Ostschweizer Cupsieg geholt. Dabei hat das Team innerhalb eines Jahres zahlreiche Änderungen erfahren und nur noch drei Spielerinnen des Vorjahres waren dabei.

Zufällig kommen die Erfolge aber nicht. Denn seit rund drei Jahren sind sie in Uzwil daran, etwas Nachhaltiges aufzubauen. Rund 150 Mädchen und Frauen spielen aktuell für den DFC Uzwil, der innerhalb des FC Uzwil eine eigene Sektion samt eigenem Vorstand und eigener Buchhaltung ist. Zwei bis dreimal pro Woche wird trainiert – mehr als anderswo. Zudem wird der Grundsatz verfolgt, dass die Mädchen-Teams bis zu den C-Juniorinnen gegen Knabenmannschaften spielen sollen. «Die Mädchen lernen sich zu wehren und aggressiver in die Zweikämpfe zu steigen. Ihr Spiel wird schneller und kreativer. Es hat weniger Individualisten und das Kollektiv wird gestärkt», sagt Atz. Ferner profitiert der DFC Uzwil von der guten Infrastruktur auf der Anlage Rüti in Henau.

Goalietraining schon für die Kleinsten

Es gibt noch weitere Gründe, weshalb Uzwil in den vergangenen Jahren zur Nummer 1 im Mädchenfussball der Region Wil geworden ist. Bereits die jüngsten Juniorinnen profitieren von einem Torhütertraining, und pro Team wirken zwei bis drei gut ausgebildete Trainer mit. Laut Atz ist der Erfolg des DFC Uzwil ein wichtiger Aspekt, noch bedeutsamer ist aber das Zusammengehörigkeitsgefühl. «Wir wollen in erster Linie die Spielerinnen weiterbringen und sehen uns als Ausbildungsverein. Es ist nicht unser Ziel, in der Nationalliga A zu spielen.» Es ist auch nicht geplant, im Bereich Spitzensport einzusteigen. Dieses Feld sei durch den FC St. Gallen abgedeckt. Sechs Spielerinnen hätten nach den Cupsiegen des Vorjahres in die Kantonshauptstadt wechseln können, nur eine hat es schliesslich getan.

Pro Jahr ein hoher fünfstelliger Betrag

Natürlich kostet diese Juniorinnen-Förderung auch einiges. Genaue Zahlen zum Budget nennt Atz zwar nicht, spricht aber von einem «fünfstelligen Betrag». Dieser ist zu stemmen, obwohl der Verein derzeit keinen Hauptsponsor hat. Der DFC Uzwil finanziert sich über die Mitgliederbeiträge und die Einnahmen des jährlichen Hallenturniers. Mit dem Ziel, den Frauenfussball ein Stück voranzubringen. Die Juniorinnen träumen bereits von einem weiteren Cup-Erfolg im nächsten Jahr.

Bereits den vierten Cupsieg haben die jungen Uzwilerinnen errungen – und dies innerhalb von nur etwas mehr als einem Jahr. (Bild: PD)

Bereits den vierten Cupsieg haben die jungen Uzwilerinnen errungen – und dies innerhalb von nur etwas mehr als einem Jahr. (Bild: PD)

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