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«Crazy Days»: aus Leben gegriffen

Die dritten Sekundarklassen von Peter Bamert und Stephan Kolb haben den Abschluss ihrer obligatorischen Schulzeit mit dem Musical «Crazy Days» zelebriert. Darin wird der Schulalltag in der Oberstufe auf die Schippe genommen.
Christine Gregorin
Die Schulabgänger singen unter anderem den Klassiker «Don't know much about History». (Bilder: cg.)

Die Schulabgänger singen unter anderem den Klassiker «Don't know much about History». (Bilder: cg.)

oberuzwil. «Eigentlich haben wir erst in der Sonderwoche Ende Januar richtig begonnen und das bestehende Stück von Jürg Peter vor allem textmässig auf uns zugeschnitten», antworteten die beiden Klassenlehrer auf die Frage, wie viel Zeit das Einstudieren in Anspruch genommen habe. Der Entscheid, ein Musical aufzuführen, sei allerdings bereits vor gut einem Jahr gefallen und die Auswahl des Stücks vorgängig erfolgt, informierten Peter Bamert und Stephan Kolb weiter.

Nach drei der insgesamt vier Aufführungen zeigten sie sich am Dienstagabend im Singsaal des Oberstufenzentrums Schützengarten sehr zufrieden mit dem Einsatz aller Protagonisten. Denn um ein tadelloses Resultat zu gewährleisten, sei nicht nur das bedingungslose Engagement der Hauptdarsteller nötig. Sämtliche Beteiligten, einerlei ob Band, Ton- und Lichttechnik, Bühnenbildner, Nebendarsteller, Tanzende, Statisten oder Kostümberater, würden ebenfalls einen namhaften Teil zum guten Gelingen beitragen, lautete abschliessend ihr überzeugtes Credo.

Liebe, Eifersucht und Missgunst

An einer Oberstufe herrschen zwei Girlgangs. Nadine (Nadine Büchel), die Chefin der «Bösen», stiftet ihren Freund Filip (Samuel Hollenstein) an, Schutzgeld einzutreiben, und nötigt ihn ebenfalls dazu, die Lösungen einer wichtigen Prüfung zu kopieren. Dementsprechend fällt diese für die «Bösen» bestens aus. Der Schwindel fliegt aber auf, und Eifersucht sowie Missgunst treten zutage.

Als Filip, dem die ganze Sache leid tut, seine Lieblingslehrerin besucht, die aufgrund des erlittenen Schocks im Spital liegt, kommen sich Filip und Sandra (Jana Mahrle) aus der netten Gang näher. Das wiederum gefällt Nadine gar nicht. Gemeinsam mit Uwe (Micha Stifter), der schon immer ein Auge auf Nadine geworfen hatte, plant sie einen Streich. Uwe soll Filips Roller «behandeln». Kurzerhand werden die Bremsen entfernt. Durch eine unglückliche Fügung borgt sich Sandra just zu diesem Zeitpunkt Filips Roller. In einer gefährlichen Kurve verunfallt sie schwer. Alles scheint in einer Katastrophe zu enden. Da kommt doch noch Vernunft auf.

Schulabgänger in Spiellaune

Neben fetzigem Sound, gekonnten Gesangseinlagen und erstaunlich versierter Schauspielkunst überraschte die Aufführung mit zwei Filmsequenzen. So wurden Spitalbesuch und Rollerunfall per Grossleinwand eingespielt. Das Stück an und für sich überzeugte als Ganzes, bestach aber insbesondere auch im Detail. Die in den virtuellen Schulbetrieb eingebaute Talentshow kann hierbei sicherlich als ein spezielles Glanzlicht bezeichnet werden. Für viel Situationskomik besorgt waren ausserdem Sandras schräge Freundin Bea (Sandra Schneider) und ein namenloser Landstreicher (Steven Näf), dessen Auftritte als steter Garant für zahlreiche Lacher und Schmunzler im Publikum standen.

Übertritt ins Berufsleben

Rund 110 Anwesende sahen knapp 25 Schulabgänger, die sich selbst den Spiegel vorhielten oder das Verhalten anderer karikaturistisch überspitzt aufzeigten. Am Donnerstagabend folgte nun nach zwei Schüleraufführungen und einer für die breite Öffentlichkeit noch das Sahnehäubchen. Vor den eigenen Eltern und etlichen geladenen Gästen präsentierten die gut dreissig Schülerinnen und Schüler ihr amüsantes, voll aus dem Leben gegriffenes Musical ein letztes Mal, bevor sie anschliessend daran im Kreise ihrer Lieben das Abschlussfest feiern und nach den Sommerferien dann den Übertritt ins Berufsleben in Angriff nehmen werden.

Der Schulalltag, der Druck der Eltern und besonders die Lehrerin nerven ganz schön.

Der Schulalltag, der Druck der Eltern und besonders die Lehrerin nerven ganz schön.

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