Clientis-Bank will hoch hinaus

Die Clientis Bank Oberuzwil AG kämpft mit Platzproblemen. Ein Neubau steht seit längerem zur Debatte. Nun liegt ein Projekt für ein viergeschossiges Gebäude vor. Die Baueingabe erfolgt in diesen Tagen.

Philipp Stutz
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Der Neubau an der Wiesentalstrasse im Modell. Rechts das Gebäude, welches die bestehende Bankliegenschaft ersetzen soll. (Bild: Visualisierung: PD)

Der Neubau an der Wiesentalstrasse im Modell. Rechts das Gebäude, welches die bestehende Bankliegenschaft ersetzen soll. (Bild: Visualisierung: PD)

«Das Baugesuch umfasst einen viergeschossigen Bankneubau, einen Ersatzbau für das bestehende Gebäude sowie eine Tiefgarage mit 60 Plätzen», fasst Adrian Müller, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Clientis- Bank Oberuzwil, das Vorhaben zusammen. Das Projekt fusst auf einem Überbauungsplan, der vom kantonalen Baudepartement in diesem Frühjahr genehmigt worden ist.

Schon vor einigen Jahren haben die Bankverantwortlichen den Grundsatzentscheid gefällt, nicht das bestehende Gebäude an- und auszubauen, sondern einen Neubau zu erstellen. Die Voraussetzungen dazu sind gut, stehen der Bank doch westlich der bestehenden Liegenschaft Landreserven zur Verfügung.

Zwei Gebäude müssen dem Neubau weichen

Um einen Neubau zu realisieren, müssen allerdings zwei im Besitz der Bank stehende Altliegenschaften an der Wiesentalstrasse abgebrochen werden. Unter anderem jenes Gebäude, in dem sich zurzeit ein Kiosk mit Bar befindet, und ein Haus, das einem Gewerbeunternehmen als Magazin dient. Auf dem ehemaligen Kioskareal werden Parkplätze für Bank und Post entstehen.

Die Räume im bestehenden Bankgebäude bezeichnet der Bankleiter als nicht mehr kundenkonform. Und dies sowohl in bezug auf Sicherheit als auch auf Kundenfreundlichkeit. «Schalterhalle und Büros genügen heutigen Ansprüchen nicht mehr, ausserdem verfügen wir über zu wenig Arbeitsplätze.» Ehe ins neue Gebäude umgezogen werden kann, bleiben Personal und Geschäftstätigkeit im bestehenden Gebäude.

Danach gibt es die Möglichkeit, die bestehende Liegenschaft abzubrechen und ebenfalls ein viergeschossiges Gebäude gemäss Überbauungsplan zu erstellen. Vorgesehen ist ein viergeschossiges Mehrfamilienhaus mit gewerblicher Nutzung im Erdgeschoss – Bistro, Verkaufsladen, Büro – sowie Wohnungen in den oberen Etagen.

Büros und Wohnungen im Bankneubau

Das Erdgeschoss des Bankneubaus ist für Kunden reserviert. Dort befinden sich die Schalterhalle, eine 24-Stunden-Zone, Kundentresor und Besprechungszimmer. Die Fläche ist für ein Team mit 20 Mitarbeitenden ausgerichtet. Im ersten Obergeschoss kommen die Bankbüros zu stehen. Im zweiten Obergeschoss befinden sich Sitzungs- und Schulungsraum, ein Pausenraum und eine Fünfeinhalb-Zimmer-Mietwohnung. Im dritten Obergeschoss sind drei Mietwohnungen geplant.

Tiefgarage mit 60 Plätzen

Im Weiteren ist eine Tiefgarage mit 60 Plätzen vorgesehen. Die Einfahrt erfolgt über die Gerbestrasse. Es wird kein öffentliches Parkhaus entstehen – die Garage dient Nutzern der sich in der Kernzone befindenden Liegenschaften.

Dazu zählt auch ein Mehrfamilienhaus, das an der Tafelackerstrasse erbaut werden soll und dessen Grundstück der Gemeinde Oberuzwil gehört. Auch dort wäre der Abbruch von zwei Altliegenschaften nötig. Für dieses Bauland haben laut Adrian Müller bereits 15 Investoren ihr Interesse angemeldet.

Im Herbst 2018 bezugsbereit

Bankleitung und Verwaltungsrat hoffen, dass die Baubewilligung bis Mitte Januar nächsten Jahres vorliegt. Danach kann mit den Abbrucharbeiten der beiden Altliegenschaften an der Wiesentalstrasse und dem Aushub für den Neubau begonnen werden. Adrian Müller rechnet mit einer Bauzeit von rund eineinhalb Jahren. Im Herbst 2018 soll der Neubau bezugsbereit sein.

Übergeordnet betrachtet, werden in einer ersten Etappe rund 12 Millionen Franken investiert. Werden die weiteren Pläne wie das Mehrfamilienhaus an der Tafelackerstrasse sowie der Ersatzbau der Bank ebenfalls umgesetzt, kommen nochmals 10 Millionen Franken hinzu.

Adrian Müller Bankleiter (Bild: Philipp Stutz)

Adrian Müller Bankleiter (Bild: Philipp Stutz)