Christoph Ackermann bleibt Schulratspräsident von Flawil - Franziska Berger klar geschlagen

Der Flawiler Gemeinderat ist nach dem ersten Wahlgang komplett. Beim Schulrat und bei der Geschäftsprüfungkommission kommt es am 29. November zu einem zweiten Wahlgang. Schulratspräsident Christoph Ackermann wurde klar bestätigt, seine Gegenkandidation, Franziska Berger, blieb chancenlos.

Andrea Häusler
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Flawils Stimmberechtigte haben ihrem Schulratspräsidenten, Christoph Ackermann, erneut das Vertrauen ausgesprochen. Seine Gegenkandidatin blieb weitgehend chancenlos.

Flawils Stimmberechtigte haben ihrem Schulratspräsidenten, Christoph Ackermann, erneut das Vertrauen ausgesprochen. Seine Gegenkandidatin blieb weitgehend chancenlos.

Bild: PD

Überraschenderweise hatte sich der seit Sommer 2014 amtierende Flawiler Schulratspräsident, Christoph Ackermann (parteilos), einer Kampfwahl zu stellen. Seit gestern ist jedoch klar: Die Bürgerschaft steht hinter dem bisherigen Amtsträger. Von den 2607 gültigen Stimmen entfielen 1944 auf Ackermann. Dessen Gegenkandidatin, Franziska Berger (parteilos) verpasste das absolute Mehr von 1304 stimmen zwar deutlich, erzielte mit 621 Stimmen immerhin einen Achtungserfolg.

Denn die 39-jährige Lehrerin, Musikerin und Songwriterin hatte sich dem Wahlkampf sozusagen aus dem Nichts heraus gestellt. Weil sie der Wählerschaft eine Alternative bieten wolle, wie sie ihre Kandidatur seinerzeit begründet hatte. Das sei ihr auch gelungen, stellte sie gestern befriedigt fest. Vom Ergebnis ist sie nicht im Geringsten enttäuscht, im Gegenteil. «Ich bin wirklich glücklich – über das Resultat, aber auch über die Begegnungen und Erfahrungen, die mir die vergangenen Wochen gebracht haben.» Allerdings habe sie auch die Schattenseiten einer Kandidatur kennen gelernt: «Wer sich exponiert, muss mit Kritik umgehen können, sich aber nicht alles gefallen lassen», sagt sie. Gewisse Anfeindungen und Indiskretionen würden sie noch weit über das Wahlwochenende hinaus beschäftigen.

Gemeinderat ist komplett

Über ein ausgesprochen gutes Wahlresultat durfte sich gestern Gemeindepräsident Elmar Metzger (CVP) freuen. Von den 2316 gültigen Wahlzetteln enthielten 2121 seinen Namen. Wobei 431 Stimmberechtigte leer eingelegt hatten und 9 Stimmzettel ungültig waren. Die Stimmbeteiligung betrug 45,46 Prozent. Elmar Metzger ist seit 1. Juli 2014 Gemeindepräsident von Flawil und wird es nun für eine weitere Legislatur bleiben.

Für die fünf weiteren Sitze im Gemeinderat hatten sich sechs Kandidierende zur Wahl gestellt. Pascal Bossart (CVP), Markus Lichtensteiger (FDP), Erwin Thalmann (Umweltfreisinnige) wurden als Bisherige bestätigt. Neu zieht nun die bisherige Schulrätin, Nadja Heuberger (FDP), in den Gemeinderat ein. Ebenfalls gewählt wurde der parteilose Edi Hartmann.

Marco Lüchinger (SP), der wie Heuberger vom Schul- in den Gemeinderat wechseln wollte, erreichte mit 1394 Stimmen das absolute Mehr von 1364 Stimmen zwar auch, schied jedoch als überzählig aus. Die Stimmbeteiligung lag bei 46,73 Prozent.

Zweiter Wahlgang für den Schulrat

Johanna Bulic (CVP) und René Harzenmoser (FDP) bleiben im Flawiler Schulrat. Neu zum Gremium stossen Sara Broger (parteilos), Kevin Grey (parteilos) und Ueli Häfliger (CVP). Beat Ziegler (FDP) verfehlte mit 1246 Stimmen das absolute Mehr von 1352 Stimmen knapp und muss eine Ehrenrunde über den zweiten Wahlgang einlegen. Für ihn stand bereits gestern fest, dass er erneut antreten wird.

Thomas Duss (SVP) und Thomas Wenk (Grüne) wurden ebenfalls nicht gewählt. Ob sie einen zweiten Anlauf nehmen und im November nochmals antreten, ist offen.

Zweiter Wahlgang auch für die GPK

Auch in der Geschäftsprüfungskommission ist ein Sitz noch nicht besetzt. Für die fünf Sitze hatten sich sieben Kandidierende zur Verfügung gestellt. Die bisherigen GPK-Mitglieder Marlies Bergunthal (parteilos), Andreas Mattes (CVP), Christian Burkhard (FDP) und Patrick Rutz (SP) wurden wiedergewählt.

Gabriel Oender (parteilos) verpasste mit seinen 1138 Stimmen das absolute Mehr von 1335 knapp. Nicht gewählt wurden ausserdem Michael Scheiwiller (CVP) und Richard Baumann (SVP). Wer für den zweiten Wahlgang im November kandidieren wird, ist auch hier noch nicht klar.

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