Choral in Musik und Text

Drucken
Teilen

Wil Toccatawil lädt am nächsten Sonntag um 17 Uhr zu einem Konzert in der Kreuzkirche Wil ein, in welchem sich Organist Stephan Giger und Pfarrerin Greet Egli mit J. S. Bachs Choral «Jesu, meine Freude» musikalisch und textlich befassen. Der bekannte Choral steht ganz im Zentrum dieses Konzertabends. Die ausdrucksvolle Melodie hat überraschend viele Komponisten zu kleinen und grossen Bearbeitungen und Fantasien inspiriert. Am Beginn des Konzertes in der Kreuzkirche wird Bachs Originalfassung als Schlusschoral seiner Kantate BWV Nr. 81 stehen: Schlicht in seiner Harmonisierung und Umsetzung des Textes, vermittelt der Choral eine Abkehr von weltlichen Belangen und eine Hinwendung zum Geist Jesu.

Von Bach-Zeitgenossen Nikolaus Vetter folgt eine originelle Choralpartita. Vetter wirkte als Organist als Nachfolger von Johann Pachelbel in Erfurt und wurde schon mit 24 Jahren zum Hoforganisten in Rudolstadt berufen. Karl Höller, geboren 1907 in Deutschland, zählt zu den bedeutendsten Komponisten seiner Generation, der altmeisterliche Polyphonie sowie Elemente der Spätromantik, des französischen Impressionismus und der Moderne im Stile von Schönberg und Hindemith in seinem Schaffen vereinte. Sigfrid Karg-Elert wurde 1877 geboren und stiess auf Ablehnung, da sich sein artifizieller und kosmopolitischer Stil von Zeitgenossen unterschied, die Musik nur noch als «deutsche» Musik wahrnahmen. Karg-Elerts «Sinfonischer Choral» zählt zu seinen bedeutendsten Werken. Zwischen den Werken wird Pfarrerin Greet Egli Texte zum Choral und seinen Melodie- und Textschöpfern lesen. (pd)