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Chinesischer Verein Wil will die Kulturen zusammenbringen

Produkte aus China werden im Alltag zunehmend präsenter. Auch verschiedene Menschen aus dem Reich der Mitte haben sich in Wil und Umgebung niedergelassen. Nächstens feiern sie ihr Neujahrsfest.
Adrian Zeller

Vor sechs Jahren gründeten drei in Wil lebende Chinesinnen einen Verein mit dem Ziel, die kulturelle Verständigung zwischen Schweizern und Chinesen zu fördern. Gleichzeitig soll der Verein neu ankommenden Landsleuten bei der Integration helfen. Und die Vereinsmitglieder wollen ihren Kindern auch die Sprache und Kultur Chinas vermitteln. Vorstandsmitglieder Haigui Liu Resenterra und Sisan Tang Hohl betonen, dass sie grossen Wert auf politische Neutralität des Vereins legen. Es werden auch keine finanziellen Interessen verfolgt, der Brückenschlag zwischen Ost und West ist ihr Anliegen.

Kulturelle Traditionen pflegen

Dem Verein gehören mittlerweile 24 Einzelpersonen sowie 33 Familien an. Oft sind es Chinesinnen, die mit Schweizer Partnern verheiratet sind. Die Mitglieder sind vorwiegend in der Ostschweiz wohnhaft, das weitere Einzugsgebiet reicht aber bis in den Aargau und nach Luzern.

Jeden zweiten Samstagnachmittag findet in Wil in einer Liegenschaft an der Zürcherstrasse ein ungezwungenes Treffen unter Vereinsmitgliedern statt. Dabei wird den Kindern durch gemeinsames Singen, Filmeanschauen und weiteres die chinesische Kultur vermittelt. Auch Schweizer sind gelegentlich bei den Zusammenkünften dabei.

Im Weiteren treffen sich die Vereinsmitglieder an chinesischen Feierlichkeiten, um die Kontakte untereinander sowie die kulturellen Traditionen zu pflegen. Demnächst, Anfang Februar, wird gemäss dem Mondkalender Neujahr gefeiert. Dazu trifft sich die chinesische Diaspora im Mattschulhaus zu künstlerischen Bühnendarbietungen sowie zum gemeinsamen Essen, das in der chinesischen Kultur eine zentrale Rolle spielt.

Gemäss Haigui Liu Resenterra und Sisan Tang Hohl ist das Neujahrsfest der wichtigste Anlass im Jahreslauf in China, vergleichbar mit Weihnachten in der westlichen Kultur. Auch das Drachenbootfest sowie das Mondfest zählen zu den traditionellen Fixpunkten im Kalender.

Die Kultur bekannter machen

Dass auch Schweizerinnen und Schweizer einen niederschwelligen Zugang zur Kultur des Reiches der Mitte erhalten, ist den beiden Gesprächspartnerinnen ein grosses Anliegen. Dazu wollen sie etwa mit einem Essens- und Infostand am Wiler Stadtfest am 5. Juli präsent sein. Mittelfristig soll auch ein Anlass im grösseren Rahmen mit der Präsentationen der chinesischen Kultur auf professionellem Niveau stattfinden.

Zu den Personen

Haigui Liu Resenterra lebt seit 16 Jahren in Wil. Sie hat in China Betriebsmanagement studiert. In der Schweiz unterrichtet sie Chinesisch und arbeitet zudem als Dolmetscherin. Sisan Tang Hohl durchlief in China und in Schottland eine Ausbildung zur Englischlehrerin. Sie ist seit neun Jahren in Wil ansässig. Sie erteilt ebenfalls chinesischen Sprachunterricht und assistiert in einer Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin. Beide Frauen sind mit Schweizer Partnern verheiratet und haben mit ihnen Kinder. (az)
Weitere Informationen unter: www.chinesischerverein.ch

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