Chancenlos gegen den Leader

Das 1.-Liga-Damenteam des UHC Wil bestritt ein Heimspiel gegen den UHC Uri. Obwohl die Wilerinnen Tabellenletzte sind, wollten sie ihre Chance packen.

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Niederlage trotz hoher Konzentration vor dem Spiel. (Bild: Urs Nobel)

Niederlage trotz hoher Konzentration vor dem Spiel. (Bild: Urs Nobel)

UNIHOCKEY. Die Hoffnungen der Wilerinnen erfüllten sich nicht. Tabellenführer Uri gab sich keine Blösse und gewann 7:0.

Den Spielerinnen des UHC Wil war klar, dass sie gegen den Tabellenersten mit einer ausserordentlichen Leistung aufwarten müssen und sich vor allem keine Fehler leisten dürfen. Denn diese würde der Spitzenreiter aus Uri sofort ausnutzen. Um dem Gegner wenig Raum zu lassen, spielte der UHC Wil mit einem anderen Spielsystem als bis anhin. Anstatt offensiv zu stehen und Druck auf die gegnerische Mannschaft auszuüben, standen die Bärinnen näher zusammen und machten die eigenen Räume eng.

Hoffnung währte kurz

Die ersten Spielminuten verliefen deshalb ereignislos. Durch schnelle Auslösungen gelang es den Wilerinnen jedoch regelmässig, gefährlich nahe vors gegnerische Tor zu gelangen und herrliche Torchancen herauszuspielen. Diese Aktionen liessen die Hoffnung aufkeimen, gegen den haushohen Favoriten mit einer Überraschung aufwarten zu können. Die Hoffnung wurde dann aber schnell im Keim erstickt. Durch die Änderung im Spielsystem mussten sich alle Spielerinnen umorganisieren. Dies führte teilweise zu Missverständnissen und zu Stellungsfehlern seitens des UHC Wil, welche der UHC Uri gnadenlos ausnützte und vor der ersten Pause 3:0 in Führung ging.

Im Mitteldrittel brachen die Spielerinnen des Heimteams zusehends ein. Die Gegnerinnen wurden nicht annähernd so gedeckt, wie es notwendig gewesen wäre. Durch rasches und geschicktes Zusammenspiel konnte Uri auf 0:7 erhöhen.

Defensiv und auf Konter hoffend

In der Folge galt es den Schaden in Grenzen zu halten. Um weitere Stellungsfehler zu vermeiden, entschied das Trainerstaff, dass seine Spielerinnen noch defensiver agieren und mit einer zurückgezogenen sogenannten Box spielen sollten. Dies bedeutete für die Äbtestädterinnen, noch näher zusammenzurücken und möglichst jeden abgegebenen Schuss des Gegners zu blocken.

Dank dieser Massnahme konnte der UHC Wil einige Bälle abfangen und sogar erfolgversprechende Gegenstösse lancieren. Am Resultat änderte sich jedoch nichts mehr. Die Spielweise des UHC Wil im letzten Drittel lässt jedoch weiterhin zuversichtlich auf den ersten Sieg dieser Saison hoffen. (pd)