CHANCE: Sicherheit hat Vortritt

Eine Installation an der Fürstenlandstrasse sorgt bei Autofahrern für Stirnrunzeln. Dabei handelt es sich um das Projekt «Strassenraumgestaltung», das die Verkehrssicherheit verbessern soll.

Miranda Diggelmann
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Die Installation am Fussgängerstreifen im Bereich des Pflegezentrums Fürstenau an der Fürstenlandstrasse ist vielen Wilern ein Rätsel: Es stellt sich als eine provisorische Massnahme zum Fussgängerschutz heraus. (Bild: Miranda Diggelmann)

Die Installation am Fussgängerstreifen im Bereich des Pflegezentrums Fürstenau an der Fürstenlandstrasse ist vielen Wilern ein Rätsel: Es stellt sich als eine provisorische Massnahme zum Fussgängerschutz heraus. (Bild: Miranda Diggelmann)

Miranda Diggelmann

miranda.diggelmann@wilerzeitung.ch

Vielen Wilern ist in den letzten Tagen eine mysteriöse Installation beim Fussgängerstreifen im Bereich des Pflegezentrums Fürstenau an der Fürstenlandstrasse aufgefallen. Niemand konnte sich aber wirklich erklären, um was es sich dabei handelt, ob es ein Provisorium ist, und für was es genau dienen sein soll. Einige Autofahrer ärgerten sich, dass das Gebilde schlecht sichtbar sei, vor allem aber auch darum, weil keine Hinweistafeln aufgestellt wurden, welche auf die Installation aufmerksam machen.

Die Auflösung des Rätsels über die Installation

Auf Anfrage bei Stefan Hauser, Leiter Kommunikation der Stadt Wil, konnte nun folgendes über das Mysterium herausgefunden werden: Bei dieser Installation handelt es sich um einen horizontalen Versatz, der als provisorische Massnahme erstellt ist. Der horizontale Versatz soll durch bewusste Fahrbahnverengung die Geschwindigkeit der Autofahrer reduzieren und somit den Fussgängerschutz bei der Strassenüberquerung wirkungsvoll erhöhen. Ebenfalls als provisorische Massnahme ist ein solcher horizontaler Versatz auch im Bereich des Spitals Wil vorgesehen. «Die Umsetzung ist abhängig vom Baufortschritt des Spitalumbaus, welcher für 2017 geplant ist. Ausserdem hängt die Umsetzung vom Neubau der Bushaltestelle Spital Wil ab», so Hauser.

Die Installation ist ein Teil des Projektes «Strassenraumgestaltung Fürstenlandstrasse», das vom Parlament im Februar 2011 gutgeheissen worden ist. Die Umsetzung verschiedener Massnahmen aus dem ersten Teilprojekt ist bereits erfolgt oder geplant. Als definitive Massnahme wurde diesen Herbst die Fahrbahnquerung im Bereich Fürstenland- und Weidgutstrasse mit einer Mittelinsel für den Langsamverkehr optimiert sowie eine Verlängerung des Fuss-/Radwegs bis zum Fürstenlandkreisel realisiert.

Die Realisierung des weiteren Teilprojektes und die Umwandlung der provisorischen in defi­nitive Massnahmen sei unter anderem abhängig vom Projekt «Parkplatzangebot Spital», sagt Hauser. Für jenes sei das kantonale Hochbauamt zuständig. «Nach unserem Kenntnisstand bestehen für dieses Projekt aber noch keine verbindlichen Terminangaben.»

Weitere Massnahmen zur Umgestaltung und Verkehrsberuhigung an der Fürstenlandstrasse seien denkbar und werden zu gegebener Zeit geprüft, sagt Hauser.