Bussen digital bezahlen: In Wil werden neue Bussenzettel getestet

Die Polizei bittet Verkehrssünder in Wil neu per QR-Code zur Kasse. Die Bussen werden digital erfasst und können mit Kreditkarte online bezahlt werden.

Leonie Herde
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Die neuen Bussenzettel werden in Wil getestet, bevor sie im ganzen Kanton zum Einsatz kommen. (Bild: Leonie Herde)

Die neuen Bussenzettel werden in Wil getestet, bevor sie im ganzen Kanton zum Einsatz kommen. (Bild: Leonie Herde)

Einfach QR-Code mit dem Smartphone einscannen, Nummernschild eingeben und mit Kreditkarte bezahlen. So einfach funktioniert das neue Bussensystem im Kanton St.Gallen. Die Kantonspolizei St.Gallen hat es gemeinsam mit der Kantonspolizei Zürich, der Kantonspolizei Basel-Stadt und der Firma Abraxas Epsilon entwickelt. Das Projekt wird vorerst in Wil gestartet, wo ab sofort die neuen Bussenzettel verteilt werden. Bis Mitte nächsten Jahres soll dann der ganze Kanton folgen.

Bussen einfach online bezahlen

Auf jedem Bussenzettel befindet sich ein QR-Code, der einen direkt auf das Online-Bussenportal der Kantonspolizei leitet. Dort kann man die weiteren Details der Busse einsehen und diese bezahlen. Der Leiter der Verkehrspolizei, Philipp Sennhauser sagt:

«Die Busse wird neu direkt bei der Ausstellung erfasst und kann sofort online bezahlt werden»

Zugriff auf das Bussenportal hat man auch mit dem Computer, indem man die Bussennummer eingibt. Doch auch wer die Busse auf gewohntem Weg bezahlen will, kann dies immer noch tun. Wird die Busse nach 30 Tagen online nicht bezahlt, wird eine Übertretungsanzeige mit Einzahlungsschein per Post zugestellt, welche dann innerhalb eines Monats beglichen werden muss.

Effizienter und einfacher für alle Beteiligten

Das neue Bussensystem sei ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung der Polizeiarbeit, sagt Sennhauser. Es mache die Arbeit effizienter und einfacher für die Bürger wie auch für die Polizei. Es passieren weniger Fehler bei der Ausstellung der Bussen, da das Nummernschild direkt eingescannt werden kann und mit dem QR-Code verlinkt wird, ohne dass etwas von Hand notiert werden muss. Die Polizeibeamten geben Nummernschild, Automarke, Ort, Zeit und Art des Fehlverhaltens in einer App ein und verlinken die Busse dann mit einem Code, welcher dann unter den Scheibenwischer geklemmt oder direkt übergeben wird. Sennhauser schmunzelt:

«Effizienzsteigerung heisst aber nicht, dass wir ab jetzt mehr Bussen ausstellen. Wir nutzen die gewonnene Zeit für andere wichtige Polizeiaufgaben, wie zum Beispiel Prävention.»

Ist man mit der Busse nicht einverstanden oder will man sie einer anderen verantwortlichen Person zuweisen, kann man dies ebenfalls im Online-Portal tun.

Hinweis: Weitere Informationen zu den neuen Busenzettel auf www.bussen.kapo.sg.ch