Buntes Kandidatentreffen der FDP St. Gallen am Dreikönigstag in Uzwil

Über 60 Personen fanden am Sonntag den Weg nach Oberuzwil, wo FDP-Nationalrat Marcel Dobler aus Jona seinen Parteifreunden aus der Region Uzwil Red’ und Antwort stand.

Christof Lampart
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Die beiden FDP-Nationalratskandidatinnen Yvonne Keller (links), Oberbüren und Ingrid Markart, Oberuzwil, nahmen FDP-Nationalrat Marcel Dobler, Jona, nicht nur beim Interview-, sondern auch beim Fototermin in die «Zange». (Bild: Christof Lampart)

Die beiden FDP-Nationalratskandidatinnen Yvonne Keller (links), Oberbüren und Ingrid Markart, Oberuzwil, nahmen FDP-Nationalrat Marcel Dobler, Jona, nicht nur beim Interview-, sondern auch beim Fototermin in die «Zange». (Bild: Christof Lampart)

Die Neujahrsbegrüssung der FDP Oberbüren, Oberuzwil und Uzwil fand am Dreikönigstag im Rahmen eines gemütlichen Brunchs im Hotel Uzwil statt. Nationalrat Marcel Dobler, einstiger Gründer der Digitec AG, noch aktiver Bobfahrer und stets präsenter Nationalrat in Bundesbern, stand dabei im Mittelpunkt des Treffens. Auch wenn im weiteren Verlauf des Vormittags noch kantonale Spitzenpolitikerinnen wie die Abtwiler Ständeratskandidatin Susanne Vincenz-Stauffacher oder die Nationalratskandidatin und ehemalige Spitzenhandballerin Karin Weigelt, vorbeischauten und sympathisch für ihre eigenen Kampagnen warben.

«Die FDP ist keine Neinsager-Partei»

Dem Präsidenten der FDP Uzwil, Bruno Lusti, war die Lust am bevorstehenden Wahlkampf jetzt schon anzumerken: «Die FDP ist keine Neinsager-Partei, sondern sorgt sich für zukunftstaugliche Lösungen für die Menschen und die Wirtschaft. Neinsagen ist nur etwas für Leute, die keine Lösungen zu bieten haben», gab Lusti die Marschrichtung für die Kandidatinnen und Kandidaten vor. Zweien von ihnen, Yvonne Keller, Oberbüren, und Ingrid Makart, Oberuzwil, blieb es vorbehalten, Marcel Dobler interviewtechnisch in die Zange zu nehmen. Zuvor verriet Dobler der «Wiler Zeitung» noch, dass er am 27. Januar endgültig einen Schlusspunkt hinter seine Karriere als Bobfahrer setzen wird – und zwar beim Weltcup-Rennen in St. Moritz. «Ich bin da realistisch; gemessen an unseren momentanen Möglichkeiten sollte ein Rang zwischen 12 und 20 drin liegen.»

Doch während beim nationalen Bobsportverband aktuell vieles im Argen zu liegen scheint, sei dies bei der FDP weder kantonal noch national der Fall, betonte der sehr umgänglich auftretende Dobler: Gleichwohl bezeichnete er nicht die Wahl in den Nationalrat im Jahr 2015 als sein «prägendstes Erlebnis», sondern die Geburt seiner beiden Kinder; diese habe ihn «total verändert». Dennoch verbringe er momentan am meisten Zeit mit der Politik. «Diese beansprucht mich zu 50 Prozent. Die andere Hälfte teilen sich meine Familie und «Franz-Carl Weber». Angesprochen darauf, ob man bald nur noch digital Spielzeug und Spiele bei Traditionshaus Franz Carl Weber (FCW) bestellen könne, verneinte der ehemalige Onlineshop-Pionier (Digitec) vehement. Dobler macht deutlich, dass die Verkaufsläden auf jeden Fall erhalten bleiben sollten, wenngleich der Anteil der Online-Käufe bei FCW sicherlich noch steigen werde.

«Jeder muss bei sich selbst anfangen»

Auf Kellers Frage hin, wie man die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen fördern wolle, äusserte sich Dobler sinngemäss, dass dies in erster Linie eine Sache der Wirtschaft sei. Diese müsse den zunehmend sehr gut qualifizierten Frauen Angebote machen, welche es ihnen ermöglichten, auch mit Familie im Beruf zu bleiben. Auch beim Umweltschutz sieht er nicht primär den Staat in der Verantwortung: «Ob wir das Ziel einer 2000-Watt-Gesellschaft erreichen oder nicht, hängt von uns allen selbst ab. Beim Stromsparen muss jeder bei sich selbst anfangen».