Bunte Kunstwerke aus Wachs

Kinder und Erwachsene kamen an Allerheiligen ins Bauamt von Lütisburg. Dort herrschte trotz des strahlenden Wetters weihnachtliche Stimmung. Die Frauenvereine hatten zum Kerzenziehen eingeladen.

Martina Signer
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Im Bauamt herrschte an Allerheiligen beim Kerzenziehen emsige, aber konzentrierte Betriebsamkeit. (Bild: Martina Signer)

Im Bauamt herrschte an Allerheiligen beim Kerzenziehen emsige, aber konzentrierte Betriebsamkeit. (Bild: Martina Signer)

LÜTISBURG. Obwohl die Plätze rund um die Wachsöfen im Bauamt am Samstag gut besetzt waren, herrschte im Raum kein Lärm, sondern besinnliche Konzentration. Meditativ widmeten sich die fleissigen Kinder und auch viele Erwachsene ihren Kerzen, die zu Weihnachten wohl unter dem einen oder anderen Christbaum zu liegen kommen und die Beschenkten erfreuen werden. Denn das Kerzenziehen beider Frauenvereine aus Lütisburg – des katholischen und des evangelischen – brachte eine Anzahl an bunten Kunstwerken hervor.

Erlös für «Mütter in Not»

Das Kerzenziehen, das alle zwei Jahre stattfindet und dessen Erlös an «Mütter in Not» geht, findet immer wieder grossen Anklang. So wunderte es dann auch nicht, dass im Nebenraum immer mehr bunte und kreativ geschnitzte Kerzen zum Abkühlen aufgehängt wurden. Kaum eine Minute verging, ohne dass ein neues Kunstwerk den Weg hierhin fand. Während sich einige der Erwachsenen selbst trauten, Muster und Formen in ihre noch biegsamen Kerzen zu schnitzen, liessen sich die Kinder von den anwesenden Helferinnen der Frauenvereine unterstützen. Zu Beginn noch zögerlich, setzten aber auch bald die Kinder die Arbeit der Frauen fort und strahlten stolz über das Ergebnis.

Fingerringe aus Wachs

Vor allem der erste Schnitt in die Kerze liess die Kinderaugen leuchten, hatten sie sich doch extra die Mühe gemacht und ihr kleines Kunstwerk mit viel Geduld in verschiedene Farben getunkt. Beim Schnitzen kam diese Farbenpracht dann erst richtig zur Geltung. Und die ganz Kreativen liessen es nicht bei Kerzen bewenden, sondern bastelten sich aus den Wachsresten bunte Fingerringe – was natürlich vor allem bei den Mädchen gut ankam, aber tatsächlich die Idee eines Buben war.

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