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BÜTSCHWIL: Halbzeit am Eichelstock

Verlaufen die Restaurationsarbeiten an der historischen Gebäudegruppe am Eichelstock weiterhin planmässig, wird das Ortsmuseum im nächsten Frühling wiedereröffnet. Bis es so weit ist, gibt es aber noch einiges zu tun, wie ein Augenschein zeigt.
Anina Rütsche
Die historischen Häuser am Eichelstock in Bütschwil werden seit vergangenem Mai renoviert. Im Bild ist das Haus Keller, in dessen unterem Geschoss derzeit eine Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung bewohnbar gemacht wird. (Bild: Anina Rütsche)

Die historischen Häuser am Eichelstock in Bütschwil werden seit vergangenem Mai renoviert. Im Bild ist das Haus Keller, in dessen unterem Geschoss derzeit eine Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung bewohnbar gemacht wird. (Bild: Anina Rütsche)

Anina Rütsche

anina.ruetsche@toggenburgmedien.ch

«Vermutlich gehören sie zu den ältesten Häusern Bütschwils», sagt Katharina Meier, Präsidentin der Museumsgesellschaft Bütschwil, und zeigt auf die Gebäudegruppe am Eichelstock im Dorfkern. Das Haus Keller und das Haus Rosenast, mittels einer Remise miteinander verbunden, sind hinter den Baugerüsten zu erkennen. Seit Mai werden die im fast ursprünglichen Zustand erhaltenen Bauten aus dem frühen 18. Jahrhundert restauriert – «sanft restaurieren» heisst der Fachbegriff, und das Ganze geschieht in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege. «Die Museumsgesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, diese Zeitzeugen zu retten und zu erhalten», hebt Katharina Meier hervor. «Sie sind nämlich ein wichtiges Stück Identität fürs Dorf.» Sofern das Projekt weiterhin nach Plan verläuft, kann das Einweihungsfest am 5. Mai des kommenden Jahres gefeiert werden.

Von der Kirchgemeinde zur Politischen Gemeinde

Die Vorgeschichte der historischen Häuser am Eichelstock hat viele Kapitel. Lange konnte an den Bauten nicht viel verändert werden, weil die dafür nötigen Geldmittel fehlten. Deshalb kam es im Laufe der Zeit zu Schäden an der Gebäudesubstanz. Vor einem halben Jahr konnten verschiedene Handwerksbetriebe aus der Region mit ihren Arbeiten beginnen – darunter ein Ofenbauer, der sich um den rund 200-jährigen Bleiker-Ofen im Haus Keller kümmert. Möglich machten dies eine Erbschaft sowie Beträge der Gemeinde. Auch der Lotteriefonds, Stiftungen, Private und Handwerker unterstützen das Vorhaben. Im vergangenen Sommer sind das Haus Keller und das Haus Rosenast sowie ein Teil des Bodens von der Katholischen Kirchgemeinde Bütschwil-Ganterschwil schliesslich in das Eigentum der Politischen Gemeinde übergegangen. Gleichzeitig wurde der Baurechtsvertrag von 1988 aufgelöst, der zwischen der Museums- gesellschaft Bütschwil und der Kirchgemeinde bestanden hatte. Nun gibt es einen neuen Vertrag mit der Politischen Gemeinde. Restauriert wird mit einem Kostenvoranschlag von 680000 Franken.

Kellerboden um einen halben Meter gesenkt

Derzeit wird die Wohnung in der unteren Etage des Hauses Keller wieder bewohnbar gemacht. Über ein Vierteljahrhundert lang stand sie leer, nächstes Jahr kann sie vermietet werden. Obwohl sich die Räume in einem alten Bauwerk befinden, wirken sie zeitgemäss. «Der Kellerboden wurde um einen halben Meter abgesenkt, um höhere Wohnräume zu erhalten. Und zusätzlich zum Ofen wird es neu eine Heizung geben.» Auch wird laut Katharina Meier ein modernes Lichtkonzept umgesetzt, um die Exponate besser zu präsentieren. Trotz der Neuerungen bleibt vieles beim Alten. Im Auszug aus dem Begleitschreiben an mögliche Geldgeber heisst es «Der Charakter des Hauses wird aussen nicht geändert, innen nur marginal.»

Das Bauprojekt sieht ausserdem ein Entrée in der Remise vor, das hell und grosszügig gestaltet ist. Von dort aus können die Räume im Obergeschoss über eine Treppe erreicht werden. Im Haus Keller wird es ein zusätzliches Ausstellungszimmer geben. «Damit können wir die Räume vielfältig bespielen und grosszügiger für Ausstellungen und Veranstaltungen nutzen, auf dass der Eichelstock zu einem kleinen kulturellen Treffpunkt wird.»

Das neugestaltete Ortsmuseum wird voraussichtlich am Samstag, 5. Mai 2018, eingeweiht. www.museumsgesellschaft- buetschwil.org/museum.html

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