Ganterschwil
Für mehr Kundennähe: Die Swiss Cheese Factory AG funktioniert ihren Verkaufsladen in einen Veranstaltungsraum um

Die Brüder Jürg und Urs Stadelmann wollen ihr Familienunternehmen fortlaufend optimieren. Die Kundennähe sei ein wichtiger Bestandteil, um ihre Eigenkreationen zu verfeinern.

Simon Bernhardsgrütter
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Jürg, Elmar und Urs Stadelmann (von links) von der Swiss Cheese Factory in Ganterschwil mit ihrer «Pink Queen», die im asiatischen Raum lanciert wurde und nun immer mehr Anhänger in der Schweiz und im grenznahen Ausland findet.

Jürg, Elmar und Urs Stadelmann (von links) von der Swiss Cheese Factory in Ganterschwil mit ihrer «Pink Queen», die im asiatischen Raum lanciert wurde und nun immer mehr Anhänger in der Schweiz und im grenznahen Ausland findet.

Bild: Beat Lanzendorfer

Der Verkaufsladen direkt neben der Käserei ist nicht mehr zeitgemäss. Vor allem nicht für Käser, welche bestrebt sind, immerzu Neues auszuprobieren und ihre selbst kreierten Produkte und Angebote laufend zu optimieren. Dem tragen Jürg und Urs Stadelmann, die die Swiss Cheese Factory AG in Ganterschwil in der bereits dritten Generation führen, Rechnung. Sie haben darum beschlossen, den ehemaligen Verkaufsladen in einen Veranstaltungsraum umzuwandeln.

Beim Umbau wurde vor allem auf die Stimmung, welche der Raum widerspiegeln soll, geachtet. So wurde er mit Altholz, Kupfer und Stein ausgekleidet, um ein warmes Ambiente zu schaffen. Die Stimmung, die vermittelt wird, soll an die Tradition und die Herkunft der Käserei erinnern. Der Raum bietet Platz für bis zu 50 Personen. Er kann ganz nach Bedarf der Gäste für einen Raclette-Plausch mit Tischgrill, einen Vereinsanlass oder sogar eine Hochzeitsfeier genutzt werden. Eine Küche stellt die Bewirtung sicher und die Einrichtung ermöglicht auch Präsentationen. Urs Stadelmann sagt:

«Ich habe überhaupt keine Angst, dass es nicht gut laufen wird.»

Die Reservationen welche bei Stadelmanns eingingen waren vielversprechend. Wäre Corona nicht gewesen, so wäre das «Chäs Stübli» bereits gut besetzt gewesen. Aber aufgrund der Massnahmen vom Bundesamt für Gesundheit mussten alle Reservationen und Anlässe abgesagt werden. Doch Urs Stadelmann ist zuversichtlich, dass der Veranstaltungsraum gut genutzt werde, sobald Treffen wieder erlaubt sind.

Das «Chäs Stübli» in Ganterschwil wird nach der Coronapandemie tagsüber als Café dienen.

Das «Chäs Stübli» in Ganterschwil wird nach der Coronapandemie tagsüber als Café dienen.

Bild: PD

Feedback und Experimente

Die Idee der Gebrüder Stadelmann geht aber noch weiter. In Zukunft wollen sie den Raum tagsüber als Café nutzen. Es sei wichtig, um den Kundenkontakt und die Kundennähe zu verstärken. Urs Stadelmann sagt: «Es bietet die einzigartige Möglichkeit, auch Neues auszuprobieren.» Dies sei vor allem wegen der Nähe zur Fabrikation sehr gut möglich.

Wegen des Kundenkontakts und den besseren Möglichkeiten Neues auszuprobieren, hofft Urs Stadelmann auch auf mehr und auf ein direkteres Feedback der Kunden. Somit wird der Optimierungsprozess der Eigenkreationen um ein Vielfaches erleichtert.