BÜRGERRECHT: Eine Niederländerin ist die Erste

Das Rechnungsjahr der Gemeinde Braunau schloss besser ab als budgetiert. Der Höhepunkt an der Bürgerversammlung war aber ein anderer: die erste Einbürgerung seit Bestehen der Politischen Gemeinde.

Christoph Heer
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Die Niederländerin Julienne Veer ist die erste Person, die von Braunau das Gemeindebürgerrecht erhält. Gemeindepräsident David Zimmermann beglückwünscht sie. (Bild: Christoph Heer)

Die Niederländerin Julienne Veer ist die erste Person, die von Braunau das Gemeindebürgerrecht erhält. Gemeindepräsident David Zimmermann beglückwünscht sie. (Bild: Christoph Heer)

Christoph Heer

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Zu den Zeiten, als man noch als Munizipalgemeinde aufgestellt war, gab es schon Einbürgerungen. «Aber nun», so betonte Gemeindepräsident David Zimmermann, «ist es definitiv das erste Mal für die eigenständige Politische Gemeinde Braunau, jemandem das Gemeindebürgerrecht zu verleihen. Julienne Veer, Jahrgang 1990, ledig und niederländische Staatsangehörige, hatte ein Gesuch eingereicht.

60 von 62 Stimmbürgern sagen Ja

«Julienne Veer ist als Braunauer Kind aufgewachsen und fühlt sich hier zu Hause», rührte Gemeindepräsident Zimmermann die Werbetrommel für die anwesende Gesuchsstellerin. Sie selber betonte, dass sie von der Tatsache gewusst habe, die erste Einbürgerungsperson in der Gemeinde zu sein. «Auch darum war mir vor der geheimen Abstimmung schon etwas kribbelig in der Bauchgegend», sagte sie. 62 (von insgesamt 540) Stimmbürger waren anwesend und hielten das Schicksal der jungen Frau in ihren Händen. Das Resultat war dann aber ziemlich klar. 60 Braunauer sagten Ja, ein Nein war eingegangen, und eine Person enthielt sich der Stimme. Somit hat nun auch Braunau ein erstes Mal jemandem das Bürgerrecht der Politischen Gemeinde verliehen. Julienne Veer strahlte über beide Ohren und sagte überglücklich, dass sie jetzt sehr erleichtert sei, und «danke, ­Braunau». Ob Julienne Veer ihre bisherige Staatsangehörigkeit behält, entscheidet ihr ursprüngliches Heimatland, also die Niederlande.

Zimmermann berichtete Erfreuliches aus dem Kreise der Zahlen und Rechnungen. «Die Erfolgsrechnung der Politischen Gemeinde schliesst im Jahr 2016 um 116965 Franken besser ab als budgetiert. Da dürfen wir sagen, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind.» Der Gemeindepräsident erläuterte, dass bei einem Aufwand von 2325363 Franken und einem Ertrag von 2232199 Franken ein Aufwandüberschuss von 93164 Franken resultierte. Zu allen traktandierten Geschäften sagte der Souverän einstimmig Ja. So kann auch die Zonenplanänderung Hitzliwies in Angriff genommen werden. Aus der dortigen Landwirtschaftszone wird nun eine Landwirtschaftszone für besondere Nutzung (LwbN). Das bedeutet, dass der Betrieb nach Milchkühen und Mastschweinen nun auch einen Neubau für 6000 Legehennen errichten kann.